Die globale Analysefirma BCA Research empfahl am Sonntag den Investoren, den US-Dollar gegenüber dem südkoreanischen Won, dem japanischen Yen, dem Neuen Taiwan-Dollar, dem Singapur-Dollar und dem Euro zu verkaufen, und nannte dabei strukturelle und konjunkturelle Faktoren als Gründe.
Die Firma, die derzeit Long-Stellungen in Won, Yen und Neuen Taiwan-Dollar gegenüber dem Dollar hat, sagte, dass die Defizite beim Handelsbilanzsaldo in diesen Volkswirtschaften Unterstützung bieten, wenn internationale Investoren ihre Exposition gegenüber US-Anteilen reduzieren. BCA wies auch darauf hin, dass der chinesische Yuan gegenüber dem Dollar an Wert gewinnen dürfte, obwohl die chinesischen Behörden diese Gewinne über Interventionsmaßnahmen begrenzen werden, wodurch der Yuan gegenüber anderen Überschusswährungen schwächer wird.
Die Empfehlung schließt den brasilianischen Real, die indonesische Rupie und das philippinische Peso aus, die nach Einschätzung von BCA schlechtere Ergebnisse erzielen werden als der Dollar. Die eher pessimistische Meinung des Unternehmens in Bezug auf den Dollar hängt teilweise mit der Erwartung zusammen, dass die Kernrealzinsen der USA – definiert als die Rendite von Treasury Inflation-Protected Securities ohne den Laufzeitaufschlag – sinken. Die jüngsten Anstiege der US-Renditen waren größtenteils das Resultat höherer Laufzeitaufschläge, die von fiskalem Risiko und Inflation getrieben wurden, und weniger das Ergebnis stärkerer Wachstumsvoraussichten, sagte BCA. Höhere Laufzeitaufschläge tendieren dazu, den Dollar zu schwächen, während höhere Kernrealzinsen ihn in der Regel unterstützen.
Die Zunahme ausländischer Kapitalzuflüsse in US-Aktien, insbesondere jene, die vom Enthusiasmus für künstliche Intelligenz angetrieben werden, haben dazu beigetragen, das Defizit des US-Kontostroms zu finanzieren und den Dollar zu unterstützen, fügte die Agentur hinzu. Die BCA erwartet, dass diese Zuflüsse sich verlangsamen, wenn die teuren US-Technologieaktien an Anlaufverdienen verlieren.
In der umfassenderen Anlageberatung empfahl BCA, die US-Aktien nur begrenzt zu gewichten, die Exponierung für Schwellenländer als neutral zu bewerten, Europa moderat zu überwiegen und Japan signifikant zu überwiegen. Das Unternehmen sprach sich auch für nicht-US-amerikanische Staatsanleihen nach einem kurzfristigen Verkaufshype aus. Ein schwächerer Dollar wird laut dem Research-Note Gold und Goldmining-Aktien zugute kommen.
Die Empfehlungen der BCA wurden am 23. August 2026 veröffentlicht.













