Austriacard Holdings AG verzeichnete im 2. Quartal 2026 einen Jahresanstieg der Umsätze um 19,8 % auf 97,1 Millionen Euro, was auf einen starken Wachstum in den Kernbereichen Identitäts- und Zahlungslösungen zurückgeht. Die Aktien des Unternehmens befinden sich nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 10,18 USD mit einer Marktkapitalisierung von 415 Millionen USD und einem Jahresplus von 71 %.
Der Umsatzanstieg ohne einmalige Kosten erreichte 14%, während der EBITDA-Margin im H1 2026 auf 10,4% von zuvor 10,8% im Vorjahr gesunken ist. Der Netto-Gewinn für das erste Halbjahr belief sich auf 5,8 Mio. € mit einer Netto-Gewinnmarge von 5,8%. Die Netto-Schuldquote verbesserte sich von 2,3x im Vorhabenjahr auf 2,1x, die Liquiditätsquote stand jedoch bei 1,98
Der Segment für Identitäts- und Zahlungslösungen, der 63 bis 64 % der Konzernerlöse ausmacht, wuchs im ersten Halbjahr um 13 %. Die regionale Entwicklung war unterschiedlich: Westeuropa und die Amerikasregion stiegen um 23 %, die Türkei und der Nahe Osten um 26 %, und Zentraleuropa und Osteuropa um 7 %. Die Erlöse im Bereich Dokumentenlebenszyklusmanagement gingen aufgrund des fortgesetzten Übergangs von Papier- auf digitale Prozesse in Märkten wie Rumänien und Griechenland zurück.
Austriacard revidierte die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 von einem vorherigen, hohen einstelligen Ziel auf eine Wachstumsrate im einstelligen, unteren Bereich. Die EBITDA-Marge sollte sich bei 10 bis 11 % befinden, während der absolute EBITDA aufgrund aussergewöhnlicher Kosten möglicherweise flach oder leicht gesunken sein könnte. Der operative Cashflow wird für das Jahr insgesamt unverändert voraussichtlich sein, mit einer signifikanten Verbesserung im zweiten Halbjahr, da Forderungen von griechischen Projekten des öffentlichen Sektors eingeholt werden.
Die Flexibilitätsbedarfe blieben bestehen, wobei die Handels- und sonstigen Forderungen um 26 Millionen Euro und die Vertragsverbindlichkeiten um 9 Millionen Euro stiegen, im Wesentlichen im Zusammenhang mit den griechischen Digitalisierungsinitiativen. Das Unternehmen vermerkte auch eine Zahlung in Höhe von 2,6 Millionen Euro im Rahmen seines Aktienoptionsprogramms sowie einen Gewinn in Höhe von 2,2 Millionen Euro aus dem Verkauf seines Minderheitsanteils an SEGLAN S.L. Die noch ausstehenden Einnahmen des griechischen öffentlichen Sektors betragen insgesamt 18 Millionen Euro, wobei diese auf die zweite Jahreshälfte 2026 und 2027 aufgeteilt sind.
Die freiwillige Übernahme durch das japanische Dai Nippon Printing (DNP) steht noch unter der endgültigen Zustimmung der Österreichischen Behörde für Direktinvestitionen; bereits 96,5 % der Anteilseigner haben das Angebot angenommen.













