Die Schweizer Uhrenindustrie verzeichnete im August 2024 einen Exportanstieg von 9,1 %, was die Exporte auf 1,79 Milliarden Franken brachte. Dies ist der höchste Wert seit 2024 und markiert die erste positive Bilanz nach acht Monaten seit 2022, als die Exporte bis Jahresende noch leicht positiv blieben. Insgesamt überstieg die Exportsumme die 17-Milliarden-Franken-Marke erstmals seit 2024, mit einem kumulierten Plus von 1,7 % seit Januar 2024.
Der Haupttreiber für die Exportentwicklung blieb der US-Markt, doch hier gab es einen deutlichen Rückschlag: Die Exporte in die USA sanken im August um 19,4 % auf 197,5 Millionen Franken, was das Wachstum im Vormonat (über 25 %) abrupt beendete. Trotz eines günstigen Basiseffekts im Vergleich zu 2023 blieb der Markt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Im Gegensatz dazu zeigten die anderen Hauptmärkte wie Großbritannien (+46,1 % auf 164,7 Mio. Franken), Frankreich (+mehr als das Doppelte auf 157,3 Mio. Franken) und Japan (+22,1 %) oder China (+15,8 %) deutliche Zuwächse. Italien war mit einem Einbruch von 40,4 % die einzige Ausnahme. Die stark gestiegenen Exporte nach Frankreich könnten auf eine logistische Rolle des Landes als Drehscheibe zurückgehen, wie der Verband angibt.
Preisgestaffelte Analysen zeigen, dass günstige Uhren unter 200 Franken (+13,3 %) und Premium-Uhren über 3.000 Franken (+10,2 %) die stärksten Wachstumstrends aufwiesen. Die mittlere Preisklasse (200–500 Franken) legte um 6,1 % zu, während die Uhren zwischen 500 und 3.000 Franken leicht rückläufig waren (-0,9 %).
Der Verband FH betonte, dass die Exportentwicklung trotz der schwächeren Performance in den USA und der mittleren Preisklasse insgesamt positiv bleibe, doch die USA bleiben ein zentraler Hebel für die globale Nachfrage nach Schweizer Uhren.












