Die Verbindung zwischen Mini und dem britischen Modedesigner Sir Paul Smith reicht weiter zurück als viele denken: Bereits 1998 entwarf Smith eine limitierte Auflage des klassischen Mini in einem eigens kreierten Blauton mit anthrazitfarbenen Felgen. Zum 40-jährigen Bestehen des Kleinwagens folgte 1999 ein Einzelstück, verziert mit 86 Streifen in 26 Farben.
Die neue «Mini Paul Smith Edition» wurde für die gesamte Cooper-Familie konzipiert. Den Auftakt bildete der vollelektrische Cooper SE, dessen Test finews durchgeführt hat. Die Edition ist inzwischen auch als Dreitürer mit Verbrennungsmotor, als Fünftürer und als Cabrio erhältlich. Das Designleitmotiv «Classic with a Twist» zieht sich durch jedes Detail.
Drei Karosseriefarben stehen zur Wahl, davon zwei exklusiv für die Edition entwickelt: «Inspired White» und «Statement Grey». Hinzu kommt das klassische «Midnight Black». Der graue Ton mit leicht bläulichem Schimmer ist eine Neuinterpretation der Farbe, mit der 1959 der Austin Seven vom Band lief — eine der beiden Urversionen des Mini. Das Dach trägt die Farbe «Nottingham Green», benannt nach Smiths Heimatstadt; dieser Grünton kehrt als Akzent an den Seitenspiegeln, der Umrandung des achteckigen Kühlergrills und den Radnabenabdeckungen mit Paul-Smith-Schriftzug wieder. 18-Zoll-Felgen in dunklem Stahlton runden den Auftritt ab.
Im Innenraum setze sich das Designkonzept fort: Beim Öffnen der Tür projiziert eine Lichtanimation ein handschriftliches «Hello». Die Einstiegsleiste trägt Smiths Lebensmotto, die untere Lenkradspeiche ein Textilband in den typischen Signature-Stripes, auf der Fussmatte findet sich ein handgezeichneter Hase. Die Sitze in dunklem Blau mit schwarzen Strickoberflächen und tonalen Streifen verleihen dem Cockpit eine dezente Eleganz. Auf ein klassisches Instrumentenkombi hinter dem Lenkrad wurde verzichtet; nahezu alle Funktionen laufen über ein kreisrundes OLED-Display in der Mittelkonsole, unter dem eine Leiste mit Kippschaltern an die Vorfahren erinnert. Ein optionales Head-up-Display projiziert die Geschwindigkeit ins Blickfeld.
Der Elektromotor leistet 160 Kilowatt (218 PS) und stellt ein maximales Drehmoment von 330 Newtonmetern bereit. Von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigt der Cooper SE in 6,7 Sekunden. Die 54,2 Kilowattstunden Bruttokapazität versprechen nach WLTP-Norm eine Reichweite von bis zu 402 Kilometern; in der Praxis erreichte finews bei freundlicher Fahrweise gut 300 Kilometer.
Bei längeren Strecken zeigen sich die Grenzen der Plattform: Mit maximal 95 Kilowatt Ladeleistung und einer 400-Volt-Architektur liegt der Mini deutlich unter dem Niveau neuerer 800-Volt-Plattformen. Eine Ladung von 10 auf 80 Prozent dauert rund eine halbe Stunde. Die Mini-App unterstützt beim Laden mit Routenplanung, die Ladestopps samt Tarifen und Kosten anzeigt, sowie einer automatischen Batterievewärmung auf dem Weg zur Schnellladesäule.
Im Vergleich zum Fiat 500e Giorgio Armani Collector's Edition, dessen Reichweite auf der Autobahn gegen 200 Kilometer sank, überzeugt der Mini deutlich besser — sowohl bei Reichweite als auch Fahrkomfort. Der elektrische Flitzer sei «mehr Auto als Accessoire», heisst es in der Bewertung.
Der Mini Cooper SE Paul Smith Edition ist ab 41'440 Franken als Cooper E erhältlich, das Testfahrzeug mit Sonderausstattung kostete 50'680 Franken.












