Der österreichische Lichtkonzern Zumtobel veröffentlichte am 3. September die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 und zeigte eine Margenausweitung trotz flacher Umsatzentwicklung.
Der Konzernumsatz sank um 0,9 % auf 264,1 Millionen EUR oder um 1,4 % in einer währungsbereinigten Berechnung, da das Segment Beleuchtung, das etwa 80 % der Umsätze ausmacht, mit einem Zuwachs von 0,2 % stabil blieb. Das justierte EBIT stieg um 25 % auf 8,2 Millionen EUR, was zur Folge hatte, dass sich die justierte EBIT-Marge von 2,5 % im Vorjahresquartal auf 3,1 % erhöhte. Der Netto-Gewinn wurde positiv bei 4,2 Millionen EUR, verglichen mit einem Verlust von 4,0 Millionen EUR im Vorjahresquartal, und der Gewinn pro Aktie belief sich auf 0,11 EUR gegenüber einem vorherigen Verlust von 0,09 EUR.
Die Kostendisziplin unterstützte die Entwicklung der Ergebnisse. Die justierte Brutto-Marge erhöhte sich um 70 Basispunkte auf 37,4%, während die justierten Kosten der Verkäufe um 2% auf 165,2 Mio. € verringerten sich. Die justierten Ausgaben für Vertrieb und Verwaltung reduzierten sich um 0,7% auf 90,7 Mio. €. Im Komponentensegment sank der Umsatz um 4,8% auf 67,5 Mio. €, doch der justierte EBIT blieb im Wesentlichen bei 1,4 Mio. € stabil.
Der Cashflow aus den operativen Aktivitäten wurde auf ‒4,2 Millionen Euro negativ, angetrieben durch Änderung des Betriebskapitals in Höhe von insgesamt 13,6 Millionen Euro, während der frei verfügbare Cashflow auf ‒16,4 Millionen Euro fiel. Der Netto-Schuldenstand stieg auf 148,1 Millionen Euro von 128,5 Millionen Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 und betrug somit eine Schuldenkovertungsquote von 1,64, was unter dem 3,55%igen Kovenantschranken liegt. Die Eigenkapitalquote lag bei 43% und übertraf damit die Mindestforderung von 23,5%.
Die regionale Performance war gesprengt. Die Region D/A/CH, Zumtobels grösster Markt, wies einen Rückgang von 5,0 % auf 101,9 Millionen € auf, während Asien und Pazifik um 14,6 % auf 19,4 Millionen € stieg und die Regionen Amerika und Midden und Ost-West-Europa um 19,8 % auf 12,9 Millionen €. Nord- und Westeuropa entwickelten sich um 2,5 % auf 62,8 Millionen €, während Süd- und Osteuropa um 4,4 % auf 67,1 Millionen € sank.
Das Management erwartet, dass die Umsätze im Geschäftsjahr 2026/27 im Vorjahresniveau liegen werden, d.h. bei circa 1,04 Milliarden Euro. Die justierte EBIT-Marge wird zwischen 3 % und 5 % liegen, was auf 31 Millionen Euro bis 52 Millionen Euro entspricht. Das Unternehmen plant Investitionen in Höhe von etwa 50 Millionen Euro und will durch ein Effizienzprogramm jährlich weitere 7 Millionen Euro bis 10 Millionen Euro einsparen. Der neue CEO Heiner Lang wird am 1. Oktober 2026 einsteigen, nachdem er erste Informationen für die zukünftige Strategie erarbeitet hat.
Die Gruppe betonte ausserdem die Fortschritte bei Datencenterdarstellungen, die Verfolgung von zwei nordischen Verträgen und die Weiterentwicklung der Stromwandlertechnologie bei wichtigen Kunden, die nach Ansicht der Gesellschaft eine potenzielle Quelle für wiederkehrende Einnahmen durch langfristige Serviceverträge darstellt.












