Der Schweizer Franken bewegte sich in dieser Woche an die Spitze der G10-Währungsperformance, nachdem das US-Finanzministerium die Verrechnung länger laufender Anleihen mit mindestens 4 Milliarden US-Dollar pro Operation verdoppelt hatte, was den Schutzstatus des Franken stärkte.
Diese Maßnahme folgt auf Aussagen von Finanzminister Scott Bessent, der angedeutet hatte, dass die Kaufaktivitäten diesen Schwellenwert übertreffen könnten und dass die Zinsen für langfristige Anleihen nicht die unterliegenden Grundlagen widerspiegeln. Die Intervention, die als Liquiditätssteigerungsoperation wurde beschrieben, hat stattdessen die Bedenken über die Wertverschiebung des Dollars und den Rückgang der Vertrauenswürdigkeit des Greenbacks als sicherer Hafen verstärkt. Die Zinsen für langfristige US-Staatsanleihen gesanken daraufhin, während die Franken an Wert gewannen, als Investoren nach alternativen Anlagen suchten.
Die Veränderung der Marktdynamik spiegelt sich in der Korrelationsstruktur von USD/CHF wider. In den letzten fünf Tagen hat sich das Paar von Zinsdifferenzen losgelöst und eine stärkere inverse Beziehung zu Gold und Volatilitätsmaßstäben entwickelt, was auf einen sicherheitsorientierten Handel deutet, und nicht auf einen ratesensitiven.
Die grundlegenden Faktoren der Schweiz unterstreichen die Attraktivität des Franken weiter. Die netto-internationale Investitionen des Landes betragen ca. 111% des BIP, im Vergleich zu den negativen 71% der USA. Die Schulden der Schweizer Zentralregierung betragen gerade einmal 22,3% des BIP, im Gegensatz zu 115,8% in den USA, was die vergleichsweise gute Performance des Franken als Wertspeicher unterstreicht.
Die technische Lage spricht derzeit für eine negative Entwicklung. USD/CHF brach am Mittwoch unter den horizontalen Support bei 0,8013 durch und setzte den Rückgang kurz vor dem Januartrend ein, bevor er am Donnerstag umkehrte. Der Rückerholung ist der 100-Tage-Mittelschwellenwert wieder zugefügt, die Analyse lässt jedoch vermuten, dass dieser vorübergehend sein könnte. Sollte das Paar 0,8013 nicht zurückerhalten können, können neue Short-Positionen mit einem Stop-Ziel über dem Widerstandsniveau eröffnet werden.
Ein anhaltender Abwärtstrend unter der Zone 0.7925–0.7950 würde den Weg zu tiefen Rückgängen in Richtung 0.7796 und 0.7750 öffnen. Entgegen dazu könnte ein Rückgang über 0.8013 und ein Verbleib dort Long-Positionen ermöglichen, die 0.8050 und 0.8065 zum Ziel haben, obwohl die oscillatoren – RSI bei 39 und MACD negativ – den Verkauf bei steigendem Kurs favorisieren.
In der Analyse wird darauf hingewiesen, dass die Anreize des Frank als sicherer Hafen in unverändertem Maße bestehen, und dass interventionistische US-Politik den Abstieg aus der Dollar-Exposition möglicherweise beschleunigen könnte. Bis es sich anders zeigt, deuten die technischen Rahmenbedingungen auf weitere Abwärtsrisiken für USD/CHF hin.













