Die Inflation in den USA blieb im Juli hoch, der von der Federal Reserve bevorzugte Massstab lag bei 3,7% auf Jahresbasis und unterstrich die anhaltenden Preisdrucke trotz jüngster geldpolitischer Straffung. Der Index der Ausgabepreise beim persönlichen Verbrauch, ohne schwankende Bestandteile wie Lebensmittel und Energie, entsprach der Wertung im Juni und überstieg die Erwartungen der Ökonomen von 3,6% laut einer Umfrage von Reuters.
Der Monat zu Monat-Anstieg von 0,2% im Juli folgte auf eine sinkende Entwicklung von 0,1% im Juni und markierte so den schwächsten Monatswert seit April 2020. Der PCE-Index hat nun für 65 aufeinanderfolgende Monate das 2%-Ziel der Fed übertroffen, wobei der Indikator im Juni 2022 auf 7,2% und zuletzt im Mai auf ein Hoch von 4,1% steigt. Das Büro für wirtschaftliche Analyse des Handelsministeriums bestätigte das Wachstum des BIP für das zweite Quartal bei einem jährlichen Wachstumsvermögen von 1,5%, was eine unveränderte Schätzung gegenüber der vorigen Bewertung bedeutet.
Die Fed hat ihren Leitzins seit Dezember im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % bei gleichbleibender Höhe gehalten, und die Federal Open Market Committee entschied sich bei ihrer Sitzung im Juli dafür, die Zinsen unverändert zu lassen. Die Inflation liegt seit Februar 2021 über dem Zielwert, was die Bemühungen der Zentralbank, Preiskontrolle und Wirtschaftswachstum in Balance zu halten, erschwert.
Geopolitische Spannungen und die Handelspolitik beeinflussen weiterhin die Inflationsentwicklung. Am Ende Februar führten Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran zur Unterbrechung von etwa einem Fünftel der globalen Ölversorgung und trugen damit zu steigenden Energiepreisen bei. Gleichzeitig gingen die Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada letzte Woche in die Brüche, was die Einführung neuer Zölle auf 20 Milliarden kanadische Waren zur Folge hatte. Beide Länder haben Vergeltungsmassnahmen angekündigt, die in den kommenden Monaten in Kraft treten sollten, falls keine Lösung gefunden wird.













