UBS veröffentlichte am 11. September 2026 einen Forschungsbericht über die Infineon Technologies AG (ISIN: DE0006231004), in dem es die Investoren warnt vor einer Überbewertung im von KI getriebenen Halbleiterkomplex.
Halbleiterhersteller, Hersteller von Speicherschip und Betreiber von Datenzentren haben bereits beträchtliche Gewinne aus dem Boom der künstlichen Intelligenz erzielt. Doch der nächste grosse Engpass entsteht in Form der elektrischen Nachfrage. Neue KI-Datenzentren benötigen bereits keine einfachen Megawatt an Strom mehr – sie ziehen nun jeweils mehrere Gigawatt an Energie, die mit der Leistung mehrerer moderner Kernreaktoren vergleichbar ist.
Das Ergebnis ist ein weltweites Wettrennen um die verfügbare Generierungskapazität. Hyperskalier sichern sich riesige Mengen Strom über langfristige Verträge hinweg, während die Netzinfrastruktur und die Erweitern von Erzeugungskapazitäten kaum Schritt halten können. Die geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und dem Hormuskanal spiegeln sich auch in der eingeschränkten Lieferfähigkeit wider.
Für Stromversorger und deren Anbieter im Upstream-Bereich könnten die steigende Nachfrage, langfristige Abnahmevereinbarungen und die steigenden Elektrizitätspreise den Beginn eines anhaltenden Aufwärtsprozesses darstellen, wodurch ausgewählte Unternehmen im Energiebereich für Anleger zu den nächsten bedeutenden Trades im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz werden könnten.
Die UBS-Studie stellt einen Balanceakt dar: Während die Bank die strukturellen Nachfragetreiber für die Halbleiter- und Energiesektoren anerkennt, signalisierte sie, dass die Bewertungen in Teilen des KI-Hardwarestacks möglicherweise den Fundamentaldaten vorausgegangen sind.













