Die weltweit verhandelten Aktien breiten ihren Aufwärtstrend über die technologiegetriebenen Gewinne hinaus aus, so UBS, das die Gewinn- und Kapitalausgabenprognosen erhöhte und gleichzeitig vor nötigen Risiken warnte, darunter politische Spannungen und steigende Zinsen.
Die Bank erhöhte ihre Schätzung für die Gewinnwachstumszahlen für den MSCI AC World-Index in den Jahren 2025 auf 26% von früheren Prognosen und seine Prognose für das Jahr 2026 auf 14%. Die Wachstumsprognosen für die Kapitalausgaben wurden ebenfalls angepasst: Es wird für dieses Jahr ein Anstieg von 84% und für das nächste Jahr von 33% erwartet, was einen stärkeren Investitionsdynamismus der Unternehmen widerspiegelt.
Die UBS-Strategen, darunter Ulrike Hoffmann-Burchardi, betonten, dass das 12-Monats-Prognosekurs-Gewinn-Verhältnis des MSCI AC World inzwischen fast wieder auf dem 10-jährigen Durchschnittswert liegt, nur etwa 15% unter dem Höchstwert von November. Diese Neubewertung erfolgte nach der Störung der weltweiten Aktienwachstumsrate im Juni und Juli, wobei die Märkte im August unter konstruktiver makroökonomischer Umstände wieder an Fahrt aufgenommen haben.
Die expansiven fiskalpolitischen Maßnahmen in den wichtigsten Volkswirtschaften und der dabei erzielte Sprung der Indizes der Industrieverkaufsmanager ins Expansionsgebiet haben die Rally unterstützt. UBS geht außerdem davon aus, dass die Inflation abklingt, wenn die durch die Tarifzöllebedingten Drucke abflauen, was die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Zinsanstiegskycles verringert.
Die Technologie bleibt ein Hauptnutznießer, insbesondere Halbleiter, während Anzeichen für eine Monetarisierung bei den hyperskaligen Anbietern das Vertrauen in die in Zusammenhang mit KI getätigten Ausgaben als praktische Geschäftsmöglichkeiten stärken. Die Bank hat ihre Ansicht für weltweite Aktien auf "Attraktiv" hochgeschraubt und insbesondere die europäische Technologie und Taiwan angehoben, um die zunehmende Beteiligung am Aufwärtsrally zu berücksichtigen.
Die UBS warnte vor potenziellen Hindernissen, darunter dem Zeitpunkt der Wiedereröffnung der Hormusstraße und dem Risiko, dass steigende Anleihezinsen die Aktienbewertungen unterminieren. Die Strategen betonen, dass die Technologiebranchen zwar wahrscheinlich weiterhin eine führende Rolle spielen werden, aber das Ergebniswachstum und die Performance sich über den gesamten Markt hinweg verbreiten werden.












