Die UBS hat die Aktien der Carl Zeiss Meditec von 'Neutral' auf 'Verkaufen' herabgestuft, da sie Bedenken hinsichtlich der nachlassenden Nachfrage in den Kerngeschäften der Firma, der Ophthalmologie und Mikroskopie, anmeldet. Dies geschah am Montag, nachdem die Schweizer Bank ihre Wachstumsprognosen für das Sektor neu bewertet hatte.
Die UBS senkte auch ihr Preisziel für das deutsche Medizintechnikunternehmen auf €22,60 von €25,00, was einem Rückgang von 9,6% entspricht. Der Schritt folgt einer breiteren Überprüfung der Wachstumsprognosen im Sektor, wie UBS-Analysten mitteilten.
Die Herabstufung erfolgt im Kontext wachsender Vorsicht bei Investoren hinsichtlich Medizintechnikunternehmen, insbesondere solcher, die auf elektive Eingriffe und Investitionen in Kapitalgüter angewiesen sind. Carl Zeiss Meditec, ein führender Anbieter von ophthalmischen und chirurgischen Mikroskopen, hat Schwierigkeiten mit reduzierten Krankenhausbudgets und einer langsamen Akzeptanz von fortschrittlichen Bildgebungsverfahren.
Die Entscheidung der UBS entspricht einem gemischten Ausblick für das Sektor, bei dem die Nachfrage nach hochwertigen Medizinprodukten ungleichmäßig bleibt. Während einige Segmente, wie Digitalhealth und AI-gesteuerte Diagnostik, weiter expandieren, müssen traditionelle Geräteanbieter mit Preisdruck und verzögerten Kaufentscheidungen kämpfen.
Die Herabstufung folgt ähnlichen Maßnahmen anderer großer Banken. Barclays hat kürzlich seine Haltung zu Carl Zeiss Meditec angepasst, jedoch ohne Details.
Die breitere Marktstimmung für Medizintechnikaktien hat sich auch abgekühlt, da Bedenken hinsichtlich wirtschaftlicher Unsicherheit und Gesundheitsausgaben auf die Bewertungen drücken.
Die Aktien von Carl Zeiss Meditec haben sich dieses Jahres unter den breiteren deutschen Markt unterperformt, was Investorenskepsis über das nahe gelegene Wachstum widerspiegelt. Die Firma ist zum 24. Oktober mit ihren nächsten Quartalszahlen vor der Presse, wobei Analysten einen moderaten Rückgang im Umsatz gegenüber dem Vorjahr erwarten.
Die Herabstufung der UBS unterstreicht die Herausforderungen, denen Medizintechnikunternehmen gegenüberstehen, während sie sich in einem postpandemischen Umfeld mit Maßnahmen zur Kostensenkung und veränderten Prioritäten in Gesundheitssystemen weltweit bewegen.



