Cogstate hat die für das Geschäftsjahr 2026 erwarteten Umsätze verfehlt, obwohl das Unternehmen Rekordverträge unterzeichnet und seine Ausgaben für KI-Projekte erhöht hat. Dies geht aus einer von Reuters eingesehenen Präsentation hervor.
In der Jahresergebnispräsentation des Unternehmens wird ein Umsatzrückgang um 12 % gegenüber dem Vorjahr auf 125 Millionen US-Dollar ausgewiesen – damit blieb das Ergebnis unter den Konsensschätzungen von 135 Millionen US-Dollar. Cogstate führt den Rückgang auf verzögerte Projektlaufzeiten in der Kerndivision für kognitive Gesundheit zurück, betont jedoch gleichzeitig eine Steigerung der Neuvertragsabschlüsse um 25 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Geschäftsführung sieht in künstlicher Intelligenz einen zentralen Wachstumstreiber. Die Investitionen in diesem Bereich stiegen im FY26 auf 18 Millionen US-Dollar, nach 12 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Das Unternehmen erwartet, dass die KI-Integration in seine Diagnoseplattformen die Kommerzialisierung beschleunigen und die Margen im Geschäftsjahr 2027 verbessern wird.
Zudem verwies Cogstate auf einen Rekord-Backlog von 450 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg um 30 % gegenüber FY25 entspricht und auf eine starke langfristige Nachfrage hindeutet. Der Backlog umfasst mehrjährige Verträge mit grossen Gesundheitsdienstleistern und Forschungseinrichtungen, wobei das Unternehmen keine konkreten Kundennamen nannte.
Analysten weisen darauf hin, dass der verpasste Umsatz zwar kurzfristig Bedenken auslösen könnte, das Vertragswachstum und der Fokus auf KI das Unternehmen jedoch für eine bessere Performance in den kommenden Jahren positionieren könnten. Cogstate bestätigte seine Prognose, dass die bereinigte EBITDA-Marge bis FY27 auf 18 % steigen wird – begründet mit operativen Effizienzsteigerungen und KI-gestützten Kostensenkungen.
Die Aktie des Unternehmens gab nach Veröffentlichung der Präsentation im After-Hours-Handel um 4 % nach.



