Die Aktien des Schweizer Backwarenkonzerns Aryzta sanken am Donnerstag um 8,3 % auf 41 Franken und erklommen damit das niedrigste Niveau in fast vier Jahren, nachdem UBS eine doppelte Downgrade für die Aktie des Unternehmens verankert hatte.
Die Bank senkte ihre Rating-Empfehlung von "Kaufen" auf "Verkaufen" und verringerte ihr 12-monatiges Kursziel von 70 Franken auf 40 Franken, was eine Abwärtskorrektur von 4 % impliziert. UBS prognostizierte zudem stetiges oder leicht rückläufiges organisches Wachstum ab Geschäftsjahr 2026, und führte ein schwaches Konsumumfeld an, das die Preisverhandlungskraft unterminieren könnte. Als weitere Hindernisse wurden steigende Konkurrenz und ein potenzieller Ausbau der eigenen Produktion durch einen wichtigen Kunden genannt.
Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 von Aryzta, die 10 Tage zuvor veröffentlicht wurden, zeigten einen Rückgang sowohl beim Umsatz als auch dem Gewinn, was vor allem auf die deutschen Geschäftstätigkeiten zurückzuführen ist. Das Unternehmen hat eine umfassende Überprüfung des deutschen Unternehmens gestartet und analysiert derzeit 'alle Optionen', um die Herausforderungen anzugehen. Seitdem ist die Aktie innerhalb von zwei Handelssitzungen um fast 16 % gesunken.
Nach den Ergebnissen wurden die Analystenschätzungen nach unten korrigiert. Sieben Analysten decken die Aktie ab, wobei zwei – UBS und Kepler Cheuvreux – einen 'Sell'-Rating vergeben. Alle sieben haben ihre Kursziele gesenkt und bringen sie damit auf 60 Franken von 75 Franken vor 11 Tagen. Fünf Analysten empfehlen weiterhin den Kauf der Aktie, während zwei einen Verkauf abgeben.













