UBS verringerte ihre Prognosen für die Preise für Erdgas in den USA bis Mitte 2027 und verwies auf nach wie vor hohe Lagerbestände und eine stetige Produktion, die den Preis trotz einer robusten Exporte von flüssigem Erdgas (LNG) nach unten drücken.
Die Bank senkte ihre Preisschätzungen um 0,20 US-Dollar pro Million Britische Thermische Einheiten (mmbtu) für Dezember 2026, März 2027 und Juni 2027, was auf die Erwartung zurückzuführen ist, dass ein reichlicher Angebot auch in naher Zukunft die Nachfragezuwächse überwiegen wird. Die aktuellen US-Naturgaseinlagerungen liegen bei 3,15 Trillionen Kubikfuß, was etwa 7,8 % über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre ist, so die Energy Information Administration (EIA).
Die Analysten prognostizieren, dass die Lageransammlungen bis Ende der Injektionssaison im Oktober auf bis zu 4 Billionen Kubikfuß steigen könnten, ein Niveau, das die Engpässe auf der Liefersseite weiter lindern würde. Die US-Dampfgasproduktion hat sich seit Februar auf einem Niveau von 110 Milliarden bis 111 Milliarden Kubikfuß pro Tag (bcfd) gehalten, obwohl der jährliche Lieferungsanstieg von 5,8 bcfd im Februar auf 2,8 bcfd im Juli zurückgegangen ist.
Die Exporte von LNG, welche im März einen Rekordwert von 18,5 Milliarden Kubikfuß erreicht hatten, sind seitdem auf 16,6 Milliarden Kubikfuß im Juli zurück gefallen. Trotz dieser Trendwende erwartet UBS, dass die Exporte erst gegen Jahrsende ein neues Rekordhoch erreichen werden und somit die Nachfrage im Zwischenzeitraum gedeckt wird. "Das zeigt, dass das Angebot in den letzten Monaten stärker gewachsen ist als die Nachfrage," sagte Giovanni Staunovo, UBS-Experte für Energie und Rohstoffe.
Die Prognose für 2027 bleibt vertrauensvoll im Vergleich zu den aktuellen Spotpreisen, wobei Staunovo die Prognose als konservativ bezeichnete und mit den allgemein geltenden Marktpreisen in Übereinstimmung ist.












