Ein amerikanischer Soldat, der verdächtigt wird, über 400.000 US-Dollar durch illegale Geschäfte auf dem Vorhersagemarkt Polymarket verdient zu haben, hat die Versuche der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), in seinem Strafverfahren ein Amicus-Beschluss einzulegen, zurückgewiesen.
In einer am Montag eingereichten Vorladung beim U.S. District Court im südlichen Distrikt von New York argumentierten die Verteidiger von Gannon Ken Van Dyke, dass die Entscheidung der CFTC ein ungeeignetes reglementäres Überding verfolgte. Die Anwälte beschrieben den Antrag des Regulators als einen Versuch, seine Interessen indirekt zu verfolgen und nicht direkt sein eigenes Zivilverfahren gegen Van Dyke zu führen.
Die CFTC hatte eine Benachrichtigung eingereicht, in der sie die Erlaubnis beantragte, ihre Ansichten zu mehreren Verteidigungsschwerpunkten von Van Dyke vorzulegen, darunter den Argument, dass Veranstaltungskontrakte auf Polymarket nicht als „Swaps“ unter der Jurisdiktion der Behörde gelten. Das Zivilverfahren der Regulierungsbehörde gegen Van Dyke wurde bereits von einem Bundesrichter ausgesetzt, bis das Ergebnis des Strafverfahrens feststeht.
Van Dyke steht unter Mordverdacht, was in Verbindung mit Transaktionen auf Polymarket steht, die im Zusammenhang mit dem möglichen Abzug des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar standen. Die Strafverfolgungsbehörden bezeichnen Van Dyke als Verfechter, der mit nichteinsehbaren Informationen von Verträgen, die mit dieser politischen Entwicklung verbunden waren, geschäftlich profitierte. Der Fall hat die Aufmerksamkeit von Gesetzgebern und Kritikern der Vorhersagebörsen erregt, die ihn als potenzielles Beispiel für Marktmanipulation auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket anzeigen.
Van Dyke hat sich zu allen Anklagen unschuldig erklärt, und sein Strafprozess ist vorläufig für das Ende des Jahres 2026 oder Anfang 2027 geplant. Der zivile Rechtsstreit der CFTC ist bis zum Abschluss des Strafverfahrens ausgesetzt.
Der Streit unterstreicht den fortschreitenden regulatorischen Druck auf Vorhersagemärkte, die trotz der zunehmenden Beteiligung von Privatanlegern und institutionellen Teilnehmern in einem rechtslichen Graubereich operieren.












