Die Aktien von Tyson Foods Inc. fielen am Donnerstag im Pre-Market-Handel um 6,8% und bewegten sich auf 52 USD, nur noch wenige Punkte von ihrem 52-Wochen-Tief von 50,56 USD entfernt. Der Rückgang kam, nachdem das Unternehmen seine Betriebsprovisionsziele für das Geschäftsjahr 2026 deutlich senkte und tiefere Verluste in seinem Rindfleischeinsatz andeutete, angesichts der allgemeinen Herausforderungen in der Branche.
Das Unternehmen senkte seine prognose für das bereinigte operative Ergebnis im Gesamtjahr auf einen Bereich von 1,85 bis 2,05 Milliarden US-Dollar, was niedriger als die vorherigen Erwartungen ist. Auch die Umsatzwachstumsziel wurde auf lediglich 1,5 bis 2,0 % verringert, was eine deutliche Abwärtskorrektur gegenüber früheren Prognosen darstellt. Für das Geschäftsjahr 2026 wird im Segment Rindfleisch ein Betriebsergebnis zwischen 775 Millionen und 625 Millionen US-Dollar erwartet, was eine deutliche Umschwung von der Profitabilität darstellt.
Das Unternehmen hat bereits begonnen, seine Rindfleischbetriebe zu reorganisieren, indem es die Aktivitäten rund um drei zentrale US-Standorte konzentriert und drei Verarbeitungsbetriebe zum Verkauf anbietet oder schliesst. Diese Massnahmen sollen den Kostenanstiegen entgegenwirken, obwohl positive Effekte erst ab dem Geschäftsjahr 2027 zu erwarten sind. Tyson warnte bereits Anfang August in seiner Jahreserklärung für das dritte Quartal vor steigenden Rindfleischverlusten und verwies auf die allgemeinen Schwankungen des Rindfleischmarkts als Hauptursache.
CEO Donnie King betonte, dass die weltweiten Anspannungen auf eine "branchenweite Kuhzyklendynamik" zurückzuführen seien, die entschiedene Massnahmen erforderlich machte. Der Kuenotstand in den USA hat historische Höhen erreicht und verschärft die Margendrucke aufgrund der volatilen Kuhpreise. Der Wettbewerber JBS meldete ebenfalls deutliche Verluste von nordamerikanischem Rindfleisch im vergangenen Quartal, was den allgemein auf das gesamte Sektor ausstrahlenden Niedergang unterstreicht.
Die Konsumentennachfrage hat sich weiter abgeschwächt, da die Vorsicht bei der freiberuflichen Ausgaben die Nachfrage im Foodservice beeinflusst hat. Der breitere US-Aktienmarkt zeigte sich resilient, wobei der S&P 500 um 0,3% und der Dow Jones am selben Tag um 0,6% gestiegen ist.












