Der Schweizer Leitindex SMI schloss am Freitag zum zweiten Mal in Folge schwächer. Belastet wurde die Entwicklung vor allem durch Rücksetzer bei den Pharmariesen sowie bei Partners Group. Gleichzeitig hielt sich der Ölpreis über der Marke von 93 Dollar je Barrel, getrieben von den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.
Der SMI gab um 0,34% auf 14.319,29 Punkte nach, während der breitere SPI um 0,26% auf 20.147,48 Punkte zurückfiel. Bei den 20 SMI-Werten hielten sich Gewinne und Verluste in etwa die Waage. Der Mid-Cap-Index SMIM verlor marginal 0,06% und schloss bei 3.137,87 Punkten. Damit markiert der Rückgang die zweite Woche in Folge mit Verlusten für den SMI – ausgelöst durch steigende US-Renditen und höhere Ölpreise. Die jüngsten PMI-Daten aus der Eurozone, die besser als erwartet ausgefallen waren, vermochten die Stimmung nicht nachhaltig zu verbessern.
Angeführt von den Pharmatiteln Roche und Novartis, die nach zuvor starker Performance um 1,4% bzw. 0,9% nachgaben, entwickelte sich der SMI schwächer. Auch Alcon verlor 1,3%, Partners Group gab um 1,0% nach, während Richemont mit einem Plus von 0,1% von der Ausweitung des Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China profitierte. Swatch stieg um 0,9% und wurde durch eine leichte Erholung der Nachfrage aus China gestützt.
Im breiten Marktverbund stieg Vetropack um 5,9% nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen, die ein währungsbereinigtes Umsatzplus sowie die erste mittelfristige Prognose unter neuem CEO Lukas Burkhardt enthielten. Holcim legte um 1,2% zu, nachdem das Unternehmen den Kauf des deutschen Unternehmens Fermacell für 840 Millionen Euro bekannt gegeben hatte – eine Transaktion, die von Analysten positiv bewertet wurde.
Die Stimmung bleibt gespalten: Einige Marktteilnehmer verweisen darauf, dass die technische Verfassung des SMI trotz schwierigem makroökonomischem Umfeld intakt sei. Die Investmentabteilung von UBS behielt ihre konstruktive Grundhaltung bei und verwies dabei auf widerstandsfähige Ausgaben im KI-Bereich, stabile Unternehmensgewinne sowie nachlassenden Inflationsdruck als mögliche Auftriebskräfte für die Aktienmärkte.
Der Ölpreis verharrte auf hohem Niveau über 90 Dollar je Barrel, da die geopolitischen Risiken im Nahen Osten anhielten. Brent notierte zwar etwas unter den Tageshöchstständen, bewegte sich aber nahe der Marke von 93 Dollar je Barrel. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen, verstärkte die Versorgungsängste zusätzlich.
Analysten der Deutschen Bank stuften Straumann von „Kauf“ auf „Halten“ herab, was den Aktienkurs um 3,2% nach unten drückte.













