Das chinesische Justizministerium warnte am Dienstag die Europäische Union, dass es entschlossene Maßnahmen ergreifen werde, wenn Brüssel seine Prüfung des geplanten Übernahmeangebots von JD.com für Ceconomy, dem Mutterkonzern von MediaMarkt und Saturn, aufrechterhalte.
Das Ministerium teilte mit, dass Peking chinesische Organisationen und Personen davon abhalten würde, an den Anfragen der EU nach Informationen in dem laufenden Untersuchungsprozess mitzuarbeiten. Es beschuldigte die Europäische Kommission, von China übermäßige und unnötige Daten zu verlangen, wobei es jedoch nicht spezifizierte, um welche Art von Anfragen es sich hierbei handelt.
Die EU startete im Mai ihre eingehendere Untersuchung des Deals und konzentrierte sich darauf, ob JD.com von chinesischen Behörden verzerrende Subventionen erhalten hat. Die Untersuchung konzentriert sich auf mögliche Vorteile wie günstige Finanzierung, steuerliche Anreize und Zuschüsse, die den chinesischen E-Commerce-Giganten im Rahmen der Transaktion unfairen Wettbewerbsvorteilen verschaffen könnten. JD.com wies diese Bedenken zurück und behauptete, dass das Geschäft alle regulatorischen Standards erfüllt.
Der vorgeschlagene Übernahmewert für Ceconomy beträgt etwa 2,2 Milliarden Euro. Während das Bundesamt für Kartellefreistellungen in Deutschland die Übernahme bereits genehmigt hat, ist die Prüfung durch die EU ein separater Vorgang, für den kein Garantieergebnis besteht. Die Kommission hat keine Zeitplanung für ihre Entscheidung angegeben, die den Vorfall möglicherweise weiter verzögern oder verändern könnte.












