Das Schweizerische Bundesamt für Wohnungswesen hielt den Hypothekar-Referenzzins für die September-Bewertung bei 1,25% fest, eine Entscheidung, die von Wirtschaftsforschern und Marktbeobachtern allgemein erwartet wurde.
Die unveränderte Zinssatz folgt einer einjährigen Periode bei dem aktuellen Niveau. Das Office argumentiert mit einer stabilen Entwicklung der zugrundeliegenden durchschnittlichen Hypothekenzins. Der Referenzzinssatz bleibt an den durchschnittlichen Hypothekenzins gebunden, der Ende Juni bei 1,31% lag. Die Anpassungen erfolgen nur, wenn der Durchschnittszins unter 1,13% sinkt oder über 1,37% steigt – Grenzen, die man in nächster Zeit nicht erwarten wird.
Analysten bedeutender Schweizer Banken verwiesen erneut auf die Wahrscheinlichkeit eines langwierigen Zeitraums der Stabilität. Der Chefökonom der Raiffeisen, Fredy Hasenmaile, prognostizierte unter konstanten Bedingungen einen theoretisch frühesten Rückgang auf 1,13% spätestens Mitte der 2030er Jahre. Fabian Waltert von der UBS führte an, dass selbst während der negativen Zinsspanne von 2015 bis 2022 der mittlere Hypothekarzins nie den für eine Senkung erforderlichen Schwellenwert erreichte.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die zeitliche Abfolge einer potenziellen Anhebung. In einem Basis-Szenario erwarten die von der AWP befragten Ökonomen, dass der Referenzzinssatz noch über einen längeren Zeitraum stabil bleibt. Die UBS prognostiziert einen Anstieg auf 1,5% erst Ende 2027, während die Zürcher Kantonalbank (ZKB) einen ähnlichen Schritt erst für längstens Ende 2028 sieht.
Die Risiken für diese Prognose bleiben bestehen, insbesondere die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Schwankungen bei den Energiepreisen. Die UBS warnte, dass eine Eskalation in einem dieser Bereiche die Inflationserwartungen anheizen und frühere als erwartete Zinserhöhungen der Schweizer Nationalbank (SNB) zur Folge haben könnte. Unter einem solchen Szenario könnte der Referenzzins bereits Mitte 2027 auf 1,5 % ansteigen, so die Bank. Die ZKB warnte erneut, dass frühere Erhöhungen weiterhin möglich seien, wenn die SNB die Geldpolitik aggressiver als derzeit vorgesehen ausweiten würde.












