Die Orbital-Computing-Initiative von SpaceX könnte die wachsende politische Widerstandsgruppe gegen den Bau von terrestrischen Rechenzentren in den USA umgehen. So heisst es in einer Note von Evercore ISI. Die Analystenfirma betont, dass der Widerstand gegen lokale Rechenzentren zugenommen hat: 75 Prozent der Amerikaner sind jetzt gegen solche Projekte in ihrer Nähe, gegenüber 42 Prozent vor einem Jahr.
Die politische Rhetorik rund um Rechenzentren und künstliche Intelligenz dürfte sich in der Vorperiode der Halbzeitwahlen am 3. November intensivieren, merkte der Analyst von Evercore ISI, Kutgun Mural, an. Er warnte, dass in dieser Zeit negative Schlagzeilen über den KI-Sektor auftauchen könnten, was die Planungen für den Bau von terrestrischen Rechenzentren stören könnte.
Das Unternehmen schätzt, dass bis 2029 keine zusätzliche Kapazität für terrestrische Datenzentren erforderlich sein wird, wenn SpaceX die orbitalen Rechenleistungen erfolgreich skalieren kann. Dieser Wandel könnte SpaceX einen massgeblichen Kostenvorteil und einen kürzeren Weg zur Markteinführung bringen und die politischen und regulatorischen Belastungen, die Erd-basierten Einrichtungen plagen, vermeiden.
Regionale Störungen verdeutlichen die Herausforderungen, denen terrestrische Datenzentren gegenüber stehen. In Texas wurden bis zu 1.800 Projekte vorläufig aufgeschoben, da noch Audits durchgeführt werden müssen, in Pennsylvania haben die Behörden die Genehmigungen zurückgehalten, bis die Entwickler vollständige lokale Zulassungen erlangen konnten. Auch in Southaven stellen Lizenzierungs- und umweltrelevante Bedenken weiterhin Hindernisse für Betreiber von Datenzentren dar.
Evercore ISI vermutet, dass orbitale Rechenmodelle die Infrastrukturlandschaft neu definieren könnten und eine lebensfähige Alternative zu den Engpässen darstellen könnten, die traditionelle Datencenterdurchbauten erschweren.













