ADVERTISEMENT
LIVE-DESK·Globale Marktredaktion·Last updated 14s ago
ADVERTISEMENT
Wirtschaft/ZentralbankenArticle

Der SNB-Beamte fordert die Erweiterung des antizyklischen Kapitalpuffers für Banken

Antoine Martin, Vicepräsident der SNB, betont die Notwendigkeit höherer Kapitalreserven zur Stärkung der finanziellen Stabilität im Zusammenhang mit Diskussionen über strenge Bankaufsicht in der Schweiz.

EK
Elena Kovač · Central Banks Desk · 29 Aug 2026 · 14:32 · 1 Min. Lesezeit
Teilen
Der SNB-Beamte fordert die Erweiterung des antizyklischen Kapitalpuffers für Banken

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat erneut ein verstärktes Bedarf an strengeren Bankvorschriften hervorgehoben und die Rolle der antizyklischen Kapitalpuffer bei der Bekämpfung der Gefahren für die Finanzstabilität betont. Im Rahmen eines Vortrags an der Universität Basel betonte der Vizepräsident der SNB, Dr. Antoine Martin, die Wechselwirkung zwischen Geldpolitik und Finanzstabilität und stellte fest, dass widerstandsfähige Banken für beide Ziele von grundlegender Bedeutung sind.

Martin würdigte die harmonische Beziehung zwischen Preisstabilität und finanzieller Stabilität und erklärte, dass ein stabile Finanzsystem die Makroökonomische Stabilität und damit die Preisstabilität fördert. Er hob jedoch eine praktische Herausforderung hervor: die fehlende Abstimmung zwischen den Zyklen der Geldpolitik und den Finanzzyklen. Zum Beispiel kann ein Leitzins, der zur Erreichung der Preisstabilität festgesetzt wird, unabsichtlich Ungleichgewichte auf dem Immobilienmarkt fördern, was angemessene zusätzliche Instrumente zur Bewältigung der Risiken für die Finanzstabilität erforderlich macht.

Die SNB hält derzeit die konjunkturunabhängige Kapitalpufferung auf ihrem gesetzlichen Höchstwert von 2,5 % der risikogewichteten Aktiven fest, die jedoch auf Domizileinschulden beschränkt ist. Diese Pufferung wurde während der Pandemie vorübergehend deaktiviert, um die Kreditflüsse zu unterstützen. Martin schlug eine «positive, konjunkturunabhängige» konjunkturunabhängige Kapitalpufferung vor, wobei er auf internationale Präzedenzfälle verwies, als mögliche Verbesserung.

Die SNB wiederholte ausserdem ihre Haltung zum systemischen Risiko und warnte, dass ein Zusammenbruch der Credit Suisse im Jahr 2023 schwere finanzielle und realwirtschaftliche Konsequenzen für die Welt zur Folge hätte. In diesem Zusammenhang unterstützte Martin die Vorhaben der Bundesregierung, den Rahmen für Unternehmen, die zu gross sind, um zu scheitern (Too Big to Fail – TBTF), insbesondere durch eine vollständige Absicherung der Tochtergesellschaften im Ausland mit Common Equity Tier 1-Kapital zu stärken.

Martins Worte spiegelten auch die langjährige Phase von ultramässigem und negativem Zinssatz in der Schweiz von 2009 bis 2021 wider, die die anfälligkeiten auf den Hypothekarmärkten und den Immobilienmärkten verstärkte. Die SNB erwägt, das gesetzliche Limit für die antizyklische Kapitalreserve zu erhöhen, als eine Vorbeugungsmassnahme. Während die Korrekturen bei TBTF vor allem systemrelevante Banken wie die UBS betreffen, würden Änderungen an der Kapitalreserve alle Institute, die im Inland im Kreditgeschäft tätig sind, betreffen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Finances-Review-Redakteurin bearbeitet.
ADVERTISEMENT
Artikel teilen
EK
Geschrieben von
Elena Kovač
Central Banks Desk

Elena covers macroeconomic data and policy across the eurozone, translating industrial output, inflation and growth figures into what they mean for markets.

Mehr von Elena Kovač →
ADVERTISEMENT
Novara — A Smarter Way to Access Global Markets
ADVERTISEMENT