Die Aktien der Siemens Energy AG stiegen am Dienstag um 1,6 % auf 151,16 €, nachdem das Unternehmen eine ausserordentliche Aufsichtsgremiumssitzung bekanntgab, um den möglichen Verkauf eines Mehrheitsanteils oder die Spaltung der Division Transformation of Industry zu evaluieren.
Die Division, welche industrielle Dampfturbinen, Kompressoren für den Ölsektor und Wasserstoff-Elektrolyseure umfasst, erwirtschaftete im Jahr 2017 einen Umsatz von etwa 5,7 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 14 %. Eine Trennung würde es Siemens Energy ermöglichen, Kapital und Managementressourcen in Richtung der hochrentierlichen Geschäftsfelder Gas Services und Grid Technologies umzurichten. Die strategische Überprüfung wurde intern als "Project Voyager" bezeichnet, und Goldman Sachs wurde beauftragt, mögliche Angebote in Höhe von mehr als 10 Milliarden Euro einzuholen.
Diese Nachricht kommt nach den Rekord-Ergebnissen von Siemens Energy im dritten Quartal, bei denen der vergleichbare Umsatz um 18,5 % auf 11,45 Mrd. € gestiegen ist und die Bestellungen ein neues Rekordmass auf 17,9 Mrd. € erreichten. Der Nettogewinn mehr als verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr, und das Unternehmen bekräftigte seine Ausblick für das Gesamtjahr und zielt auf Margen am oberen Ende seines Zielkaders.
Die Analysten haben eine konstruktive Haltung gegenüber der Aktie verwahrt. RBC Capital Markets wiederholte am 20. August ihre"Outperform"-Bewertung, während die gesamtreiche Analystengemeinde einen Kaufkonsens mit einem 12-monatigen Durchschnittspreisziel von rund 197 Euro hält. Der DAX sollte um etwa 0,3 % steigen und über 26 000 Punkte notieren, wobei die Anleger Aufmerksamkeit auch auf den bevorstehenden Gewinnbericht von Nvidia und die Erklärungen von Bundesreservenpräsident Kevin Warsh auf dem Symposium in Jackson Hole richten. Die US-Benchmarks zeigten moderate Gewinne mit einem Plus von 0,3 % für den S&P 500 und 0,6 % für den Nasdaq.












