Die Aktien von Sempra Energy fielen am Freitag vor Börsenschluss um 3,6 % und erreichten damit ihren 52-Wochen-Tiefwert von 78,97 USD, da die Anleger enttäuscht waren über die jüngste Brandpolitik des Bundesstaates Kalifornien.
Der Abverkauf folgte auf den Erlass von SB 492 am 29. August 2026, das Wildbrandpräventionsmassnahmen regelte, aber keinen Mechanismus zur Wiederauffüllung des staatlichen Wildbrandfonds enthielt. Die Gesetzgebung verliess auch den bestehenden Zusammenhang zwischen der Zahlungsfähigkeit des Fonds und den Haftungsgrenzen für Versorgungsunternehmen unangetastet, sodass die finanzielle Exposition unverändert blieb. Die Analysten bemerkten, dass das Fehlen struktureller Reformen das Risiko für in Kalifornien ansässige Versorgungsunternehmen erhöht, einschliesslich der Tochterunternehmen von Sempra, SDG&E und SoCalGas.
Mizuho senkte die Einschätzung von Sempra von »Outperform« auf »Neutral« und senkte ihr Kursziel von 104 USD auf 84 USD. Ladenburg Thalmann rutschte von 102,50 USD auf 98 USD und behielt die Kaufempfehlung bei. UBS bestätigte die Kaufempfehlung für den Branchenkollegen PG&E, der ebenfalls im Vorfeld der Marktreaktion deutlich nachgab. Der breiter gefasste ETF für Versorgungsunternehmen (XLU) sowie die wichtigsten US-Indizes – S&P 500, Dow Jones und Nasdaq – tendierten in der Vorpremärkettsphase leicht nach unten.
Das legislative Ergebnis unterstreicht die anhaltende regulatorische Unsicherheit für die Energieversorgungsunternehmen in Kalifornien, wo Schäden im Zusammenhang mit Waldbränden in der Vergangenheit die Bewertungen und das Investorengesinnung unter Druck gesetzt haben. Die Aktien von Sempra nähren sich nun dem unteren Ende ihres aktuellen Handelsbereichs, was die erhöhte Vorsicht von Analysten und Händlern widerspiegelt.












