Die Ratingagentur S&P Global Ratings hat den Ausblick für Constellation Software Inc. am Freitag von «stabil» auf «positiv» angehoben. Begründet wird die Entscheidung mit der verbesserten Verschuldungsstruktur des kanadischen Softwareanbieters sowie der anhaltend starken Generierung von operativem Free Cashflow. Gleichzeitig bestätigte S&P die bestehende Bonitätsnote BBB.
Die angepasste Nettoverschuldung des Unternehmens belief sich per 30. Juni 2026 auf 1,1x. Diese Kennzahl ist seit 2023 deutlich gesunken – von 1,7x auf 1,0x im Jahr 2025. Getrieben wurde diese Entwicklung durch einen operativen Free Cashflow von rund 2,5 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr. Für 2026 wird ein operativer Free Cashflow von 2,8 Mrd. US-Dollar erwartet, während die geplanten Akquisitionen rund 2,6 Mrd. US-Dollar betragen sollen. Dadurch soll die Verschuldung auf dem aktuellen Niveau verharren. S&P deutete an, dass eine mögliche Heraufstufung der Bonität innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate erfolgen könnte, sofern die angepasste Verschuldung nach fremdfinanzierten Akquisitionen bei 1,5x oder darunter bleibt und die Finanzpolitik den Ratingkriterien entspricht.
Die Anpassung des Ausblicks folgt auf die Vollendung von vier Akquisitionen mit einem Volumen von jeweils über 100 Mio. US-Dollar in der ersten Jahreshälfte 2026. Diese Transaktionen sind Teil einer breiteren Strategie, die auf die Expansion in über 100 vertikale Märkte abzielt. Der Anteil der wiederkehrenden Erlöse und Wartungsleistungen am konsolidierten Umsatz liegt mittlerweile bei fast 75%, gegenüber 70% vor zwei Jahren. Die Kundenbindungsrate übersteigt 90%. S&P hob insbesondere die disziplinierte Akquisitionsstrategie des Unternehmens hervor sowie dessen Fähigkeit, das Wachstum primär aus dem intern generierten Cashflow statt durch erhöhte Verschuldung zu finanzieren.
Die Beteiligungen von Constellation Software an Assecco (24,8%) und Sabre (12,7%) wurden ebenfalls erwähnt, spielten jedoch keine zentrale Rolle für die Anpassung des Ausblicks. Seit 2024 übertrifft der operative Free Cashflow die Akquisitionsausgaben – ein Trend, den S&P auch für 2026 erwartet.












