S&P Global Ratings bestätigte am Dienstag die Bonitätsnote AA für Nvidia Corp. mit stabilem Ausblick. Die Ratingagentur verweist dabei auf die beträchtliche finanzielle Absicherung für den geplanten KI-Infrastrukturcampus in Portsmouth, Ohio.
Die Garantie in Höhe von 105 Milliarden Dollar, die Nvidia an SB Energy für den neun Gebäude umfassenden KI-Datenzentrumscampus gewährt, wird laut S&P zwischen 2028 und 2030 schrittweise in Betrieb genommen. OpenAI gilt als Hauptmieter, während Nvidia nach Abschluss jeder Bauphase GPU- und Infrastrukturtechnik liefern will.
Zudem passte S&P die Schuldenprognosen für Nvidia an: Für 2028 wird ein Anstieg um 4,2 Milliarden Dollar erwartet, bis 2031 soll die Verschuldung auf rund 37,7 Milliarden Dollar steigen. Diese Anpassungen basieren auf der Differenz zwischen der garantierten Mindestbewertung und dem geschätzten Wiederverwertungswert der Immobilie, unter Berücksichtigung einer Unternehmenssteuer von 21 % und nach den Bewertungsmethoden für Gewerbeimmobilien.
Per 26. April 2026 verfügte Nvidia über 106 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln und marktfähigen Wertpapieren bei einer Fremdfinanzierung von 33,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hatte im Juni eine Schuldenaufnahme von 25 Milliarden Dollar abgeschlossen, um grossangelegte Infrastrukturinvestitionen zu finanzieren. S&P geht davon aus, dass der freie operative Cashflow von Nvidia für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029 insgesamt 800 Milliarden Dollar übersteigen wird. Zudem wird für das EBITDA ein Wert von 271 Milliarden Dollar im Jahr 2027, 371 Milliarden Dollar im Jahr 2028 und 491 Milliarden Dollar im Jahr 2029 erwartet.
Die Bestätigung des Ratings unterstreicht das Vertrauen von S&P in die finanzielle Widerstandsfähigkeit Nvidias trotz hoher Kapitalverpflichtungen. Der Ohio-Campus gilt dabei als zentraler Baustein der langfristigen KI-Infrastrategie des Unternehmens.



