Der AI-Server-CPU-Markt dürfte bis 2030 auf rund 201 Milliarden US-Dollar expandieren, angetrieben durch eine prognostizierte jährliche Wachstumsrate von 44 Prozent über die nächsten fünf Jahre, so eine neue Studie von Raymond James.
Die Einschätzung des Unternehmens deckt sich mit Nvidias langfristiger Rahmenprognose von 200 Milliarden US-Dollar, liegt jedoch unter AMDs aggressiverem Schätzwert von 220 Milliarden US-Dollar, der bei beschleunigter Marktdurchdringung realisiert werden könnte. Die Analyse von Raymond James unterteilt den Markt für 2030 in drei Segmente: herkömmliche Datacenter-CPUs mit 33,5 Milliarden US-Dollar, AI-Head-End-CPUs mit 83 Milliarden US-Dollar und agentic CPUs mit 85 Milliarden US-Dollar. Agentic AI wird als das am schnellsten wachsende Segment identifiziert, da persistente Agenten dauerhafte Workloads für Retrieval, Datenbankverwaltung und Anwendungsausführung generieren, die vorwiegend von CPUs übernommen werden.
Advanced Micro Devices erhielt eine Rating-Anhebung auf Strong Buy von Outperform, wobei die Analysten direkte Gewinnhebelwirkung, eine starke Datacenter-Positionierung und erwartete Marktanteils gewinne als Begründung anführten. Raymond James erweiterte zudem sein Finanzmodell für AMD bis 2028. Der Datacenter-Umsatz des Unternehmens im zweiten Quartal 2026 stieg im Jahresvergleich um 107 Prozent, übertraf die Erwartungen und untermauerte den Aufwärtstrend.
Nvidia behauptet zwar eine dominierende Stellung bei AI-Beschleunigern, wurde jedoch auch für sein schnell wachsendes CPU-Geschäft gewürdigt, das im Verhältnis zum Kerngeschäft weiterhin einen kleineren Anteil ausmacht. BMO Capital nahm die Abdeckung von Nvidia mit einem Outperform-Rating auf und prognostiziert für das zweite Quartal einen Umsatz, der die Konsensschätzungen aufgrund der Datacenter-Stärke deutlich übertreffen dürfte. KeyBanc verwies ebenfalls auf erwartete kräftige Ergebnisse, getrieben durch den Hochlauf der Lieferungen seiner Rubin-R200-GPUs.












