Der ehemalige Raiffeisen Schweiz-Chef Pierin Vincenz hat sich am Mittwoch vor einem Zürcher Appellationsgericht für seine Unschuld ausgesprochen. Er behauptete, nie beabsichtigt zu haben, die Raiffeisen-Gruppe oder deren Zahlungsabteilung Aduno Group zu schädigen.
Vincenz, dessen acht Tage dauernder Prozess in Zürich zu Ende ging, erklärte in knappen Schlussworten: "Ich wollte Raiffeisen oder Aduno nie schaden." Sein Geschäftspartner Beat Stocker wiederholte diese Behauptung und fügte hinzu, dass er ebenfalls nie beabsichtigt habe, die beiden Unternehmen zu schädigen. Zwei weitere Angeklagte verzichteten auf eine Schlussbemerkung, während ein dritter seine Unschuld beteuerte.
Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch bereits zuvor Fünfjahres-Haftstrafen für beide Angeklagten gefordert. Die Verteidigung der Angeklagten hatte sich in den vorangegangenen Tagen mit detaillierten Bitten um eine Einstellung des Verfahrens abgegeben.
Der Vorsitzende Richter kündigte an, dass ein Urteil "in einigen Wochen" gefällt werden würde, was die Unsicherheit für alle Beteiligten weiter verlängerte.
Der Fall dreht sich um Vorwürfe, die mit Vincenz' Amtszeit als CEO in Verbindung stehen, die 2015 endete, sowie um nachfolgende Geschäftsbeziehungen. Im Gerichtssaal wurden keine weiteren Details zu den Anschuldigungen genannt.


