Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Donnerstag, dass einverhandeltes Ende des Krieges in der Ukraine trotz steigender Spannungen um die Sicherheit des Luftraums weiterhin möglich sei, warnte jedoch, dass die Warnungen Kiews an Fluggesellschaften die Wiederaufnahme der Gespräche erschwert hätten.
Putin, der auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok sprach, erkannte an, dass mehrere Länder, darunter die Vereinigten Staaten und China, die Bereitschaft gezeigt haben, einen Friedensvertrag zu unterstützen. Er betonte jedoch, dass die Kernfrage von den zwei Parteien direkt betroffenen durch den Konflikt – Russland und der Ukraine – zu lösen ist.
Der Streit hat sich nach ukrainischen Angaben verstärkt, nachdem die Regierung die Fluggesellschaften und Versicherer dazu aufgefordert hat, den russischen Luftraum zu meiden, da ukrainische Drohnen in der Nähe von Konfliktzonen ohne die Kontrolle durch die Ukraine fliegen. Kiew behauptet, dass es sich ausschliesslich militärische Einrichtungen Russlands angreift und keine Gefahr für Zivilflugzeuge darstellt. Die Ukraine forderte die UN-Fachbehörde für Luftverkehr diese Woche auf, die Mitgliederstaaten dazu aufzurufen, Operationen im russischen Luftraum zu verbieten.
Putin beschrieb die ukrainischen Angriffe auf zivile Handelsschiffe und die Drohung, den Luftraum einzuschränken, als «Handel mit Staatsterrorismus» und bekräftigte die Haltung Moskaus, dass solche Massnahmen die Durchführbarkeit von Friedensgesprächen untergraben. Der Konflikt, der nun bereits mehr als vier Jahre und sechs Monate andauert, wird das ukrainische Luftraum seit der russischen Invasion im Jahr 2022 weitgehend für den kommerziellen Flugverkehr gesperrt gehalten, und es wurden seit Februar keine formalen Verhandlungen geführt.
Der Russische Präsident sprach auch mit den Geheimdienstkanälen der USA und erklärte, dass die Kontakte über Abgesandte der Trump-Administration gehalten werden. Er deutete darauf hin, dass CIA-Direktor John Ratcliffe letzte Woche in Moskau mit russischen Geheimdienstchefs zusammengekommen sei, wobei er betonte, dass die grösseren US-Russland-Beziehungen von Washingtons Vorgehensweise abhängen. Putin äusserte vorsichtige Optimismus über ein mögliches konstruktives Engagement unter Präsident Donald Trump und erklärte: "Wir sind für eine Wiederherstellung der vollen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Das ist aber nicht allein von uns abhängig, sondern auch von der amerikanischen Seite. Aber aus meiner Sicht, so wie ich es erfasse und beobachte, ist Präsident Trump dazu entschlossen, sich positiv und konstruktiv zu engagieren."












