Sterling ist gerüstet, um seine jüngsten Gewinne gegen das Euro auszuweiten. UBS prognostiziert, dass die britische Währung bis September 2027 auf 0,85 Euro je Sterling steigen könnte, da der Renditevorteil sich ausdehnt und spekulative Short-Positionen aufgelöst werden.
In der jüngsten EUR/GBP-Prognose der Schweizer Bank, die am Freitag veröffentlicht wurde, wird prognostiziert, dass sich das Paar gegen 0,84 Richtung 0,85 stabilisieren wird, was eine Steigerung vom früheren Kursvorbereitungsrundgang bedeutet. Eine stärkere als erwartet erwartete Europäische Erholung könnte den Kurs über 0,86 bringen, fügte UBS hinzu.
Der Sterling hat sich bereits im Juni und Juli wesentlich verstärkt, unterstützt durch robuste Daten zur britischen Wirtschaft, die allmähliche Abklingung der Auswirkungen der Ölpreise und die Erwartungen, dass die Fiskalpolitik Marktstörungen vermeiden würde. Der Zinsvorteil des Pfund gegenüber dem Euro beträgt nun etwa 1,5 Prozentpunkte, der höchste in Europa neben der norwegischen Krone, die UBS als deutlich weniger liquide ansieht.
Die UBS erwartet für den Euro keinen abwägenden Bewegungsbereich, jedoch wird argumentiert, dass ein Großteil der positiven Nachrichten der Region – einschließlich der von fiskaler Seite getriebenen Wirtschaftswachstum und des von der Europäischen Zentralbank am September erwarteten letzten Zinserhöhungstiefs – bereits in den aktuellen Bewertungen widergespiegelt ist. Die Bank weist auch auf erhöhte Short-Positionen in der britischen Pfund sterling hin, die als möglicher Katalysator für weitere Rallies bei Short-Coverings angesehen werden können.
Politische Risiken bleiben die Hauptnegativfaktor und das Stimmungsbild der Währungshandelsmärkte ist anfällig für schnelle Kursveränderungen, wenn die ersten politischen Signale von Premierminister Andy Burnham als fiskalisch fahrlässig betrachtet werden. Die Britische Pound hat nach ihrem früheren Kursanstieg seit Mitte Juli stabil gehalten.












