Das US-Verteidigungsministerium prüft laut einem Bericht der Washington Post eine dauerhafte Reduzierung ihrer militärischen Präsenz im Persischen Golf nach dem Abschluss des Konflikts mit dem Iran.
Das Pentagon-Politikbüro, das Joint Staff und das US-Central Command (CENTCOM) haben bereits eine vorläufige Planung für einen möglichen Rückzug erstellt, wobei Verteidigungsminister Pete Hegseth bislang noch keine formelle Überprüfung veranlasst hat. Admiral Bradley Cooper, Chef des CENTCOM, ist einer der Beteiligten an den Überlegungen, die sich auf die Umverteilung von Streitkräften zur Verringerung der regionalen Angesetztheit konzentrieren. Die Überprüfung folgt auf Monate iranischer Raketen- und Drohnenangriffe, die das Netzwerk von außenstehenden Militärbasen Amerikas in der Region schwer beschädigt haben.
Die Beamten beschreiben die Schäden als eine „einmalige Chance in einer Generation“, um die militärische Stellung der USA im Golfraum zu modernisieren, statt umfangreiche Wiederaufbauarbeiten zu finanzieren. Traditionell unterhält das Pentagon rund 40.000 Soldaten und fast zwei Dutzend militärische Anlagen in der Region, wobei die Eskalation des Konflikts im Februar dazu führte, dass das Zentralkommando vorwegbeugend die Mitarbeiter von mehreren wichtigen Einrichtungen evakuierte, die für ein erhöhtes Risiko von Munitionsbedrohungen gehalten werden.
Ein eventueller Umverteilung der Kräfte würde in Richtung Westen erfolgen und die Anfälligkeit der stationären Kräfte vermindern. Die Golf-Staaten, die seit langem auf verankerte Sicherheitsgarantien der USA zählen – z. B. auf die Hauptquartiere der Fünften Flotte in Bahrain – könnten sich in einer beschleunigten Zeitserie auf die Stärkung ihrer eigenen Verteidigungsfähigkeiten konzentrieren oder alternative multinationale Sicherheitspartnerschaften aufbauen. Befürworter der Abbauargumente behaupten, dass eine Neuverteilung der Ressourcen die Festigkeit der Heimat der USA erhöhen und die Abschreckung gegen Gegner wie China verbessern würde.











