Chris Malone, der Leiter der Datenzentren bei OpenAI, verliess vor einer Woche das Unternehmen und ist damit der vierte hohe Führungskraft, der 2026 aus der Firma ausgetreten ist, bevor die geplante Börsnotierung im Jahr 2027 stattfinden wird. Malone kam im März 2025 zu OpenAI und war für einen entscheidenden Ausbaustadt verantwortlich, in dem das Unternehmen vom Mieten von Chips zur Vermietung ganzer Anlagen überging.
Seine Abreise erfolgt in der Folge der früheren Abgänge der Chief Revenue Officer Denise Dresser, des Chief Operating Officer Brad Lightcap und Fidji Simo, die die zweitwichtigste Position unter dem CEO Sam Altman innehatte. Greg Brockman, Präsident von OpenAI, beschrieb den Umbruch als normalen Prozess und sagte in einem Interview mit CNBC: „Ich bin konstant, Sam [Altman] ist konstant“. Er betonte gleichzeitig, dass die Abgänge als überschaubare Umschaltungen zu betrachten seien und nicht als Zeichen von Instabilität.
Malones Austritt deckt sich mit der beschleunigten Infrastrukturstrategie von OpenAI. Anfang 2026 reorganisierte das Unternehmen seine Infrastrukturgruppe und stellte Sachin Katti in die Führungsrolle über ein breiteres Team, während Malone und Adrian Caulfield eine technische Datenzentrenbaugruppe gemeinsam leiteten. Die Umstrukturierung spiegelt eine Verschiebung hin zu langfristigen Mietverträgen wider, wobei Malones früheren Aufgaben jetzt über die reorganizierte Struktur verteilt sind.
Die Prognose für die Ausgaben für Rechenkapazität von 750 Milliarden US-Dollar bis 2030 – gegenüber einer vorherigen Schätzung von 600 Milliarden US-Dollar – unterstreicht die Skalierung des Ausbaus. Ein wichtiger Bestandteil ist das Datacenter-Projekt in Ohio, einem 10-Gigawatt-Leasingvertrag, der diesen Monat mit SB Energy, einem Tochterunternehmen von SoftBank, abgeschlossen wurde. Die Vereinbarung wird durch eine Finanzgarantie von 105 Milliarden US-Dollar von Nvidia unterstützt, was den Fortschritt zu der ersten Betriebsphase im Jahr 2028 garantiert.
Zu OpenAIs Infrastrukturinitiative gehört der Joint Venture „Stargate“ mit Oracle und SoftBank, der eine grosse Kapazität für KI-Datencentren bereitstellen soll. Die internen Teams, die jetzt von Uday Ruddarraju, dem seit Juli zum Chief Technology Officer von Compute Capacity beförderten Angestellten, und Brent Mayo, einem neuen Mitarbeiter von Elon Musks xAI, geleitet werden, sind für die Ausführung der Leasing-Vorreise von zentraler Bedeutung. Ruddarraju und Mayo haben zuvor gemeinsam an Musk’s Supercomputernetzwerk „Colossus“ in Memphis gearbeitet und damit Fachkenntnisse in der Bereitstellung von Datencentren mit grosser Kapazität erworben.












