Die weltweiten Ölpreise gaben am Montag etwas nach, da frische US-Sanktionen gegen den Iran Sorgen um Unterbrechungen der Lieferungen durch den Hormuschlussweg, einen kritischen Transportkorridor für Rohöl, hervorrufen.
Die Brent-Rohstoff-Futures fielen um 0,9 % auf 93,51 USD je Barrel um 20:43 Uhr GMT, nachdem sie in den vergangenen zwei Wochen um 5 % gestiegen waren. Die Futures für West Texas Intermediate rückten um 1,1 % auf 86,08 USD je Barrel. Die Hormuschlinge, durch welche rund 20 % der globalen Öltransporte laufen, ist zu einem Schwerpunkt geworden in Anbetracht der eskalierenden Spannungen zwischen Washington und Teheran.
Der US-Finanzminister Scott Bessent warnte in einer Meinungsteil in der Financial Times vor einem «ökonomischen D-Day» für den Iran und signalisierte die potenziellen Auswirkungen der jüngsten Sanktionen. Mehrere iranische Verantwortliche, darunter der Chef des Nationalen Sicherheitsrates des Landes Mohsen Rezaee, versprechen Vergeltungsmaßnahmen und erklären, dass «nicht eine einzige Tropfe Öl über den Hormuskanal oder anderswo im Persischen Golf exportiert werden darf», wenn der wirtschaftliche Druck fortgesetzt wird.
Die Entwicklungen kommen nach einem Wochenende mit verstärkter Rhetorik, in dem US-Präsident Donald Trump und iranische Führungsspitze gegenseitige Aussagen zum eskalierenden Vorgehen abgaben. Analysten stellen fest, dass jede Unterbrechung des Öllieferungsverkehrs durch die Hormuschleuse die weltweite Angebotssituation verströmen könnte, obwohl die Märkte bisher nur eine begrenzte Reaktion jenseits der unmittelbaren Kursbewegungen zeigten.
Die Ankündigung erfolgt zur Zeit, da Brent-Rohöl sich auf drei Monatshochs nähert, unterstützt von Lieferengpässen und geopolitischen Risiken im Nahen Osten. Die Investoren werden die Situation vor einer geplanten Pressekonferenz am Montag um 15:00 Uhr MEZ genau verfolgen, bei der weitere Einzelheiten zu den Sanktionen erwartet werden.












