Der US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Sonntag, dass Washington die strengsten Sanktionen gegen Iran verkünden werde, und bezeichnete diese Maßnahme als ein entscheidender wirtschaftlicher Angriff, der das finanzielle und militärische Potenzial des Landes zersetzen soll.
Bessent bezeichnete die Maßnahmen vor einer geplanten Ankündigung auf einer Konferenz, die am Montag um 14:00 Uhr MEZ beginnt, als einen »ökonomischen D-Day« und warnte, dass jedes Land, das weiterhin den Iran unterstützt, schwere diplomatische und wirtschaftliche Konsequenzen erdulden müsste. In einem Kommentar im Financial Times erklärte er, dass die Sanktionen die »einzige größte finanzielle Offensive sind, die jemals gegen einen Gegner gerichtet wurde«, und fügte hinzu, dass die Verbündeten Teherans Gefahr laufen, zu »weltlichen Pariaen« zu werden.
Der irische Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaee, antwortete, indem er verdeutlichte, dass Iran alle Ölexporte – auch durch den Hormuskanal und den Persischen Golf – einstellen würde, wenn die Wirtschaftsdruckkampagne fortgesetzt würde. Rezääns Warnung unterstreicht das steigende Risiko, da die USA ihre Einschränkungen für Teheran strenger werden lassen, das bereits sehr harten Sanktionen in Bezug auf Ölexporte und breitere wirtschaftliche Aktivitäten gegenübersteht.
Die Ankündigung erfolgt nach einer Zeit hoher Spannungen, darunter dem Vernichtungsfall eines Friedensabkommens im Juni und dem Austritt aus einem früheren Abkommen. Der Konflikt eskalierte im August, als die vom Iran unterstützten Huthis in Jemen eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündeten und begonnen, Schiffe im Roten Meer zu attackieren. Während die Trump-Administration ihren Sieg über den Iran beansprucht und behauptet, dass der Handel durch den Persischen Golf wieder aufgenommen wurde, deuten aktuelle Daten darauf hin, dass die Durchfuhrmengen noch immer einen Bruchteil der vorkriegszahlen betragen, da immer noch ein großes Misstrauensniveau gegenüber iranischen Angriffen herrscht.
Der Iran hat die USA aufgefordert, die maritine Blockade zu heben und den Bedingungen des auslaufenden Friedensabkommens nachzukommen, bevor es die Verhandlungen wiederaufnimmt. Der Streit zwischen den beiden Ländern spiegelt die größeren geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken wider, die mit Irans Ölexports und der regionalen Einflussnahme verbunden sind.













