Ölpreise stiegen und die Rückzahlungen auf US-Anleihen kletterten am Freitag, nachdem der vorübergehende Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran abgelaufen war, was die geopolitischen Risikoprämien in den globalen Märkten wiederbelebte.
Brent-Rohöl-Futures stiegen um 1,2% auf etwa 88 US-Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl um 1,1% auf etwa 85 US-Dollar pro Barrel zulegte. Die Zunahmen folgten dem Ablauf des sechswochigen Waffenstillstands, der die Spannungen im Nahen Osten vorübergehend gelindert und eine Periode der relativen Stabilität in den Energie-Märkten unterstützt hatte.
Der Ablauf des Waffenstillstands trug auch dazu bei, dass die Rückzahlungen auf US-Anleihen anstiegen, mit dem Benchmark-10-Jahres-Anleihen, das auf 4,45% stieg, von 4,40% am späten Donnerstag. Der Anstieg spiegelte einen Wechsel in der Stimmung der Anleger wider, da die Händler die erneute Unsicherheit über das Potenzial für weitere Störungen der Ölversorgung aus der Region preisten.
Analysten hoben hervor, dass der unmittelbare Einfluss auf die Öl-Märkte begrenzt blieb, da die globalen Lagerbestände ausreichend waren und alternative Versorgungsquellen, einschließlich der US-Schieferproduktion, zur Abdeckung etwaiger Engpässe zur Verfügung standen. Allerdings führte der Ablauf des Waffenstillstands zu einem neuen Risikolevel für Energiehändler, die die Entwicklung in der Region eng beobachten, um Anzeichen einer Eskalation zu erkennen.
Der geopolitische Hintergrund war in den letzten Monaten ein wichtiger Treiber der Ölpreise, da die Spannungen im Nahen Osten oft zu Volatilität in den Rohöl-Märkten führten. Der vorübergehende Waffenstillstand hatte eine kurze Atempause gebracht, aber sein Ablauf unterstreicht die Fragilität der Situation und das Potenzial für weitere Störungen in den globalen Öl-Transportketten.



