Das US-Finanzministerium hat einen Entwurf für eine Verordnung vorgelegt, die zentrale Elemente und jurisdiktionelle Grenzen für Stablecoins im Rahmen des GENIUS Act definiert. Das im Jahr 2025 vom Kongress verabschiedete Gesetz soll den rechtlichen Rahmen für die Ausgabe, Einlösung und Aufsicht über Stablecoin-Emittenten in den USA präzisieren.
Der Entwurf folgt dem Auftrag des GENIUS Act, eine umfassende Regulierungsstruktur für Zahlungs-Stablecoins zu schaffen. Dabei sollen insbesondere Fragen des Verbraucherschutzes, der Finanzstabilität und der Bekämpfung illegaler Finanzströme adressiert werden. Zu den zentralen Vorgaben des Entwurfs zählen Definitionen der zulässigen Stablecoin-Typen, Mindestreserveanforderungen sowie Meldepflichten für Emittenten.
Laut Angaben von Finanzministeriumsvertretern soll die Verordnung bestehende Finanzmarktregulierungen ergänzen und sicherstellen, dass Stablecoin-Emittenten ähnliche aufsichtsrechtliche Standards einhalten wie traditionelle Finanzinstitute. Die Behörde hat nun eine 60-tägige Konsultationsphase bis Mitte Oktober eröffnet, in der Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit eingeholt werden.
Der GENIUS Act markiert einen wichtigen Schritt der US-Regierung, den stark wachsenden Stablecoin-Markt zu regulieren, der sich parallel zur zunehmenden Verbreitung digitaler Vermögenswerte ausgeweitet hat. Branchenvertreter, darunter Stablecoin-Emittenten und Fintech-Unternehmen, werden voraussichtlich die praktischen Auswirkungen der vorgeschlagenen Anforderungen kommentieren.
Die Initiative des Finanzministeriums erfolgt vor dem Hintergrund einer verstärkten regulatorischen Überprüfung von Stablecoins durch US-Behörden wie der SEC und der CFTC, die Bedenken hinsichtlich Marktintegrität und systemischen Risiken geäussert haben.



