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Starke Nvidia-Zahlen beflügeln Schweizer Chipzulieferer nur leicht – Markt bleibt gemischt

Comet, Inficon und VAT Group steigen um 1.4% bis 2.1% nach Nvidia-Ergebnissen, doch die Halbleiterbranche bleibt volatil. Analysten sehen bei VAT Potenzial bis 850 Franken.

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Priya Anand · Equities & Earnings Desk · 2 Sept 2026 · 07:32 · 3 Min. Lesezeit
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Starke Nvidia-Zahlen beflügeln Schweizer Chipzulieferer nur leicht – Markt bleibt gemischt

Nvidia verzeichnete nach Börsenschluss am Mittwoch einen Anstieg von 5%, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erneut die Erwartungen übertraf. Der Umsatz belief sich auf 96.2 Milliarden Dollar, was einem Plus von 106% gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Prognose von 92.2 Milliarden Dollar deutlich übertrifft. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 2.22 Dollar und lag damit ebenfalls über den Markterwartungen.

Die Schweizer Halbleiterzulieferer Comet (+2.1% auf 352.00 Franken), Inficon (+1.4% auf 171.80 Franken) und VAT Group (+1.5% auf 617.40 Franken) verzeichneten bis Donnerstagmittag nur moderate Kursgewinne. Die Reaktionen an den asiatischen Börsen fielen verhalten aus, während die US-Futures ihre anfänglichen Gewinne nach der Veröffentlichung von Nvidia zurücknahmen. Der Nasdaq-100-Future stieg in den frühen asiatischen Handelsstunden um 1.2%, reduzierte seinen Anstieg im europäischen Handel jedoch auf 0.6%.

Die Volatilität im globalen Halbleitermarkt ist in den letzten drei Wochen gesunken, wie der implizite Volatilitätsindex des iShares Semiconductor ETF zeigt, der auf 40% innerhalb eines Monats fiel – deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 52%. Die Aktie von Comet spiegelt diesen Trend wider: Nach einem Anstieg von 227 Franken im März auf ein Hoch von rund 437 Franken Anfang Juni bewegt sich der Kurs seither in einer Bandbreite von ±12%.

Die Analysten bleiben für die drei Schweizer Zulieferer positiv gestimmt. Comet wird von sieben Analysten mit «Kauf», von drei mit «Halten» und von einem mit «Verkaufen» eingestuft, wobei das durchschnittliche Kursziel bei 460 Franken liegt. Inficon erhält sechs «Kauf»- und vier «Halten»-Empfehlungen, aber keine «Verkaufen»-Bewertungen, mit einem durchschnittlichen Ziel von 188 Franken. Bei VAT Group lauten acht «Kauf»- und acht «Halten»-Bewertungen sowie eine «Verkaufen»-Empfehlung, wobei das Konsensziel bei 708 Franken liegt, was ein Aufwärtspotenzial von 22% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Citigroup setzt mit einem bullishen Ausblick das Kursziel für VAT auf 850 Franken und begründet dies mit einer robusten Nachfrage nach fortschrittlichen Logik- und Hochgeschwindigkeits-Speicherchips, vollen Auftragsbüchern und stabilen Verkäufen in China.

Analyst Pavan Daswani von Citigroup hatte seine VAT-Prognosen Ende Juli angehoben, nachdem er eine stärker als erwartete Nachfrage über verschiedene Endmärkte hinweg und eine anhaltend hohe Auftragsvisibilität beobachtet hatte. Besonders der chinesische Markt zeige weiterhin eine robuste Nachfrage, so Daswani.

Trotz des aussergewöhnlichen Wachstums von Nvidia und der verbesserten Aussichten für die KI-getriebene Halbleiternachfrage bestehen mittelfristige Risiken. Serge Nussbaumer, Kapitalmarktexperte bei Maverix, verweist auf die Entwicklung der Bruttomarge von Nvidia als zentrale Besorgnis: Das Unternehmen erwartet für das dritte Quartal eine Bruttomarge von rund 74%, die sich im vierten Quartal auf 71% bis 72% abschwächen könnte – bedingt durch steigende Kosten für Speicher und Komponenten. Obwohl diese Werte historisch hoch bleiben, fällt der erwartete Rückgang mit Meldungen zusammen, wonach Nvidia Kunden über Preiserhöhungen von über 15% bei bestimmten KI-Serversystemen informiert hat; weitere Anpassungen werden zu Beginn des nächsten Geschäftsjahres erwartet.

Diese Entwicklungen deuten auf zwei kurzfristige Implikationen für die Schweizer Zulieferer hin. Erstens bleibt die Nachfrage nach ihren hochpräzisen Komponenten voraussichtlich robust. Zweitens ist unklar, inwieweit Nvidias Preismacht die eigene Verhandlungsmacht der Zulieferer unter Druck setzt. Zudem sieht sich das gesamte KI-Chip-Ökosystem einer zunehmenden Preiskonkurrenz auf Modellebene ausgesetzt, wobei kostenlose Angebote wie Ox Alpha und mehrere Preissenkungen von OpenAI einen raschen Kommoditisierungstrend bei KI-Dienstleistungen unterstreichen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Finances-Review-Redakteurin bearbeitet.
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Geschrieben von
Priya Anand
Equities & Earnings Desk

Priya covers listed equities and corporate earnings, reading quarterly results and guidance for what they signal about sector health and forward valuations.

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