Die Futurestermine für US-Aktienindizes progressed am Donnerstag, da die zufriedenstellenden Ergebnisse von Nvidia und die erhöhte Prognose von Salesforce die Sorgen über etwas höhere als erwartete Inflationsdaten auswetzen.
Die Dow-Jones-Futures stiegen um 0,2%, die S&P 500-Futures gewannen um 0,3% und die Nasdaq 100-Futures kletterten um 0,7% bis 03:49 Brasilienscher Zeit. Die Kurssprünge folgten auf den Ergebnissen des zweiten Quartals von Nvidia, die die Analystenexpertises übertrumpften, und auf eine Prognose für den aktuellen Quartalsumsatz in Höhe von 108 Milliarden US-Dollar.
Nvidias CFO Colette Kress gab ausserdem an, dass das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2028 ein Umsatzwachstum von 70% erwartet, was einen deutlichen Anstieg gegenüber der von FactSet citierten Prognose von 45% darstellt. Die Erwartungen für die Bruttomarge wurden jedoch im vierten Quartal von 75% im Vorjahresquartal auf 71% bis 72% gesenkt.
Salesforce meldete Gewinne und Umsätze im zweiten Quartal über den Erwartungen und erhöhte seine Prognosen für den Jahresumsatz und das Ergebnis. Die Aktie des Unternehmens sprang nach dem Ankündigen einer erweiterten Partnerschaft mit dem KI-Start-up Anthropic zur Integration der Plug-ins von Anthropic in die Unternehmenstools von Salesforce im Rahmen der Initiative "Claudeforce" um über 13 % nach der regulären Handelszeit. Eine Beta-Version ist für nächsten Monat geplant, wobei ausgewählte Pilotkunden bereits Zugriff auf die Dienstleistung haben.
Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete Marvell Technology als das nächste „Milliardengesellschaft“, wobei er darauf hinwies, dass der Aktienkurs dieses Jahr um 174 % gestiegen ist und die Marktkapitalisierung gerade unter 215 Milliarden US-Dollar liegt. Marvell geht davon aus, dass der Umsatz für kundenspezifische Chips bis 2029 über 10 Milliarden US-Dollar beträgt.
Die Ölpreise umfengten ihre Rückgänge auf eine vierte Sitzungsreihe und Brent- und WTI-Rohstoff-Futuren fielen etwas mehr als 6% gegenüber der Vorwoche. Der Rückgang kam nach Berichten über eine Einigung zwischen Iran und Oman über Handelsrouten durch den Hormuskanal zustande, obwohl Teheran nur warnte, dass eine sofortige Wiedereröffnung nicht gewährleistet sei. Washington hatte auch Anfang der Woche strenge wirtschaftliche Sanktionen gegen Teheran verhängt.
Getrennt dazu behaupteten russische staatsnahe Medien, dass ein neues Waffenruheabkommen zwischen den USA und dem Iran unmittelbar bevorstehe, obwohl dieser Bericht sofort nicht verifiziert werden konnte.













