Nucor Corp. stieg am Dienstag in der Vorbörsenhandelszeit um 2,6%, nachdem ein vorläufiges US-Kanada-Handelsabkommen die Zölle für kanadische Exporte von Stahl und Aluminium auf 25% gesenkt hat, was den Wettbewerbsdruck auf heimische Produzenten abmildern könnte.
Die Aktien des Stahlherstellers aus Charlotte (North Carolina) erreichten bei der Eröffnung 250 US-Dollar und erholten sich damit von jüngsten Abschwüngen, die die Aktie nach einem 52-Wochen-Hoch von 280,11 US-Dollar in den Bereich von 240 US-Dollar führten. Die vorläufige Vereinbarung, die am 19. August bekanntgegeben wurde, ist Teil breiterer Bemühungen, die Handelsbedingungen zwischen den beiden Ländern zu neu verhandeln, mit weitreichenden Auswirkungen auf die Stahlpreise und die Lieferdynamik in Nordamerika.
Der finanzielle Ausblick von Nucor unterstützte auch das Investorensinstinkt. Für das zweite Quartal 2026 prognostizierte das Unternehmen ein Nettogewinn von 1,16 Milliarden USD mit einem diluted earnings per share von 5,04 USD, ein Anstieg von 94 % gegenüber 2,60 USD pro Aktie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Führung erklärte ebenfalls, dass sie Erwartungen an höhere konsolidierte Ergebnisse im dritten Quartal hat.
Die vorläufige Zollsenkung entspricht den breiteren makroökonomischen Trends auf dem US-Stahlmarkt. Die Importe von Stahl sind seit der Einführung der Tarife nach Abschnitt 232 im Jahresvergleich um etwa 30 % gesunken, was den heimischen Preisdruck für US-Stahlwerke gestärkt hat. Der S&P 500 und der Nasdaq bewegten sich im Laufe der Sitzung geringfügig schwächer, was darauf hinweist, dass der Nucor-Preisanstieg vor dem Börsencrash eher sektorspezifische Entwicklungen widerspiegelt als einen allgemeinen Marktanstieg.













