Needham & Company hat Kunden mitgeteilt, dass die jüngste Erholung an den Kryptowährungsmärkten nachhaltig scheint. Als Grund gibt das Unternehmen eine Verlagerung von Kapital von Aktien und Rohstoffen hin zu digitalen Assets an. In einem Montagspapier betonte Analyst John Todaro eine niedrigere Einzelhandelstätigkeit im Bereich Öl und Metalle sowie eine regulatorische Abkühlung bei AI-Aktien als Faktoren, die das erneuerte Investoreninteresse an Krypto stützen.
Das Unternehmen verwies auch auf einen deutlich schwindenden Verkauf von Bitcoin durch öffentliche Unternehmen, Treasury-Wallets und Miner. Die öffentlichen Miner haben im ersten Halbjahr 2026 rekordverdächtige 57.000 Bitcoin – was grob geschätzt 4,2 Milliarden US-Dollar entspricht – abgegeben, während der Gesamtverkauf seit dem Beginn des vierten Quartals 2025 etwa 69.500 Bitcoin erreichte. Der Rest der Bitcoin-Vermögenswerte auf den Bilanzen der Miner ist von einem Höchstwert von 100.000 auf derzeit cirka 70.000 zurückgegangen.
Die Indikatoren für das Stimmungsbild deuten darauf hin, dass der Markt möglicherweise auf einen Tiefpunkt seines Zyklus zugeht. Das proprietäre Needham-Crypto-Euforias-Chart erreichte einen Wert von 13, der als „maximaler Desinteresse“ bezeichnet wird, und ist damit das Niedrigstand seit dem Bärenmarkt 2022 – ein Niveau, das das Unternehmen mit Markt-Tiefpunkten assoziiert. Der Indikator hatte im Januar 2025 während des Memecoin-Boom den euphorischen Bereich erreicht und damit den Höhepunkt des Zyklus markiert.
Todaro kam zu dem Schluss, dass der Erholungsgang „Beine haben“, was auf das Vertrauen in die Nachhaltigkeit der aktuellen Aufwärtsbewegung trotz vorherigem starkem Verkaufsdruck hinweist.













