Die europäischen Erdgaspreise haben ihre zweitägige Rally am Montag fortgesetzt. Der Referenzpreis TTF auf der Amsterdamer Börse stieg auf 69,22 Euro pro Megawattstunde (MWh), was mehr als 4% über den Freitagsschluss liegt und nur leicht unter dem März-Spitzenwert von 70,85 Euro/MWh steht, der während der Verrohung des Iran-Konflikts erreicht wurde.
Die Rohstoffe haben in den letzten zwei Wochen rund ein Drittel an Wert gewonnen, angetrieben durch die fortgesetzten Bedenken hinsichtlich der Lieferrisiken im Nahen Osten. US-Beamte haben ihre Rhetorik gegen Iran und dessen Handelspartner verschärft, und Finanzminister Scott Bessent warnte in einer Kolumne in der Financial Times, dass Befürworter Teherans "die Konsequenzen" ihres Engagements berücksichtigen sollten. Eine Redewendung, die für Montag geplant ist, wird voraussichtlich weitere Maßnahmen darstellen, doch der Weg zu effektivem Druck bleibt aufgrund der Rolle Chinas als wichtiger iranischer Handelspartner unklar.
Markteilnehmer streiten die anhaltenden Risiken bei den Energieflüssen aus dem Persischen Golf als einen Haupttreiber des Aufwärtstrends an. Analysten verweisen auch auf die wachsende Besorgnis über die Wintervorbereitungen in den industrialisierten Ländern, insbesondere da die Lagerbevorratungen in Europa weiter ab nehmen.
Die Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE) zeigen, dass der Gesamt-Speicherpegel des Blocks am 22. August auf 61,68% sank, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 62,32% bedeutet und deutlich unter dem Niveau von über 75%, das im gleichen Zeitraum des Vorjahres gemessen wurde. Die Vorräte Deutschlands haben sich deutlich verschlechtert und sind von über 68% auf 50,71% gesunken.
Die Kombination aus erhöhten geopolitischen Risiken und sinkenden Lagerbeständen unterstreicht die Hinwendung Europäischer Energieversorgung in die Heizsaison.













