Marvell Technology teilte am Mittwoch mit, dass sie Google eine Option eingeräumt hatte, einen Anteil im Wert von bis zu 12,2 Milliarden US-Dollar zu erwerben, die durch das Kauf von bis zu 58,97 Millionen Aktien zu einem Preis von 206,58 US-Dollar pro Stück ausgeübt werden kann. Wenn diese Option vollständig ausgeübt wird, würde Google Marvells fünftgrößter Investor sein.
Die Vereinbarung ist Teil eines umfassenderen Partnerschaftsabkommens, dessen Ziel es ist, für Google maßgeschneiderte Chips zu entwickeln, darunter Prozessoren für AI-Modelle, Datenspeicher und Netzwerkinfrastruktur. Das Abkommen könnte Marvell bis zum Geschäftsjahr 2033 ungefähr 120 Milliarden USD Umsatz einbringen, vorausgesetzt Google erreicht die festgelegten Leistungsziele.
Die Aktien von Marvell stiegen nach der Ankündigung um fast 8%, während Broadcom, Googles bisherige Hauptpartner für Custom-Chips, um mehr als 5% fiel. Die Aktien von Alphabet blieben kaum verändert, Nvidia sackte um 1,01% und AMD um 3,69%.
Dieser Schritt spiegelt die wachsende Nachfrage nach internen KI-Chips wider, da Unternehmen nach Alternativen zu Nvidias Grafikprozessoren und Lösungen suchen, die für Inferenz-Aufgaben optimiert sind. Google reorganized kürzlich seine KI-Division und verlagert die Verantwortung auf Führungskräfte, die enger mit Google Cloud verbunden sind. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung von eigenem Silizium.
Die Vereinbarung folgt auf kürzlich erfolgreiche Transaktionen im Bereich der KI-Chips. Im Oktober vereinbarte AMD mit OpenAI die Lieferung von KI-Chips im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar jährlich sowie eine Option für OpenAI, bis zu etwa 10% von AMD zu erwerben. Unabhängig davon verpflichtete sich Nvidia zu einer Finanzsicherung in Höhe von 105 Milliarden US-Dollar für ein Datenzentrumsprojekt von OpenAI in Ohio.
Der Morningstar-Analyst William Kerwin hat die Marvell-Google-Transaktion als eine positive Entwicklung für Marvell bezeichnet und darauf hingewiesen, dass sie die Sourcing-Möglichkeiten von Google erweitert, ohne Broadcom vollständig aus dem Markt zu verdrängen.










