Der norwegische Rechenzentren-Anbieter Magnora Data Center ASA hat nach seiner Juni-Börsengang auf Euronext Growth Oslo ein Portfolio von 650 MW Projekten in Norwegen, Finnland, Schweden und Italien vorgestellt.
Das Unternehmen verdiente beim IPO 650 Millionen NOK, wobei die Aktien am Mittwoch um 3,89 % auf 14,94 NOK geschlossen wurden. Magnoras Nettoverlust für das erste Halbjahr 2026 belief sich auf 20,7 Millionen NOK, wovon 14,6 Millionen NOK im zweiten Quartal entstanden. Der operative Umsatz für das jeweilige Quartal belief sich auf 1,9 Millionen NOK, hauptsächlich aus Co-Location-Diensten unter der Marke Storespeed, während die Betriebskosten bei 20,7 Millionen NOK lagen.
Ende Juni verfügte Magnora über 630 Millionen NOK an Barbestand, unterstützt durch eine nette Finanzierungsaktivität in Höhe von 627,7 Millionen NOK. Der operative Cashflow war mit -2,4 Millionen NOK negativ und die Investitionen beliefen sich auf 5,7 Millionen NOK.
Das Portfolio des Unternehmens umfasst 10 Standorte mit einer Bruttostromerzeugungskapazität von 650 MW, wozu 525 MW Nettostromerzeugungskapazität gehören. Die Entwicklungsphasen teilen sich auf: frühe Entwicklungsphasen (315 MW), Genehmigung (66 MW) und gewählte/verkaufsfähige Projekte (145 MW). Die geografische Verteilung umfasst 280 MW in Norwegen, 100 MW in Italien, 85 MW in Finnland und 60 MW in Schweden.
Magnora betonte die Kostenvorteile im Skandinavischen Raum und verwies auf Strompreise von 0,10 bis 0,12 US-Dollar pro Kilowattstunde – etwa fünf Mal niedriger als im Vereinigten Königreich. Das Unternehmen schätzt die jährlichen Einsparungen für eine Anlage mit 100 MW in Skandinavien auf 300 Millionen US-Dollar im Vergleich zu den Aktivitäten im Vereinigten Königreich.
Außerdem meldete das Unternehmen einen Rückgang der Leerstandsraten in FLAP-D auf 7 % im Zeitraum 2025–2026 gegenüber 24 % im Jahr 2015. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Nachfrage nach Rechenzentren in den Kernmärkten Europas aufgrund von zunehmender Wettbewerbssituation zurückgegangen ist. Die erneuerbare Energien in Skandinavien machen einen Anteil von 96 %–99 % aus und unterstreichen damit die Nachhaltigkeitsstandards der Region.
Das Flaggschiff-Projekt von Magnora in Hämeenlinna in Finnland, das für über 120 MW ausgelegt ist, wurde in nur acht Monaten entwickelt und umfasste die räumlichen Voraussetzungen, die Zoneneinteilung, Genehmigungen, Netzanbindungen und Fernwärmeanlagen. Die Investor-Präsentation des Unternehmens ist für den 26. August 2026 geplant.












