Die M&G-Aktie verlor am Donnerstag 1,6% auf 337,6 Pence, nachdem das Versicherungsunternehmen einen Nettoverlust von 165 Millionen £ im ersten Halbjahr nach IFRS-Bilanzierungsstandards gemeldet hatte.
Der bereinigte Operating Profit des Unternehmens stieg im Jahresvergleich um 15% auf 435 Millionen £, lag über den Analystenschätzungen von 429 Millionen £ und markierte das stärkste Halbjahresergebnis seit dem Börsengang 2019. Der Gewinn aus dem Asset-Management-Geschäft kletterte um 24% auf 159 Millionen £, während das Life-Geschäft um 9% auf 375 Millionen £ zulegte. Die Nettozuflüsse in die offengelegten Fonds beliefen sich auf 2,4 Milliarden £ und übertrafen die Markterwartungen von 1,9 Milliarden £.
Das Finanzergebnis von M&G wurde durch kurzfristige negative Schwankungen bei den Anlageerträgen in Höhe von 551 Millionen £ gedämpft, darunter eine vorsteuerliche Belastung von 325 Millionen £ im Zusammenhang mit der geplanten Gesetzgebung zu Grundrenten. Die operative Kapitalgenerierung sank auf 372 Millionen £ gegenüber 408 Millionen £ im Vorjahr, während das Corporate Centre mit einem leicht höheren Verlust aus niedrigeren kurzfristigen Zinssätzen heraus bilanzierte.
Geschäftsführer Andrea Rossi betonte einen strategischen Wechsel hin zu margenstärkeren, kapitalleichteren Umsatzströmen, die nun 80% des bereinigten Operating Profits ausmachen. Die Aktie notiert weiterhin deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 248,6 Pence, liegt jedoch 8% unter dem 52-Wochen-Hoch von 367 Pence.
Die übergeordneten Marktbedingungen übten zusätzlichen Druck aus, wobei der FTSE 100 um 0,3% auf 10.756,45 Punkte zurückging. Hohe Gilt-Yields, Ölpreise über 95 US-Dollar pro Barrel angesichts erneuter Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie anhaltende Inflationsbedenken trugen zu einem gedämpften Handelsumfeld bei.












