Die Lendlease Group teilte am Freitag mit, dass sie für das erste Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2026 einen Verlust erwirtschaftet habe. Die Aktie des Unternehmens gab im frühen Handel um 5,9% nach.
Der australische Immobilien- und Baukonzern nannte in seiner Gewinnmitteilung zwar keine exakten Verlustzahlen, bestätigte jedoch das negative Ergebnis für den Sechsmonatszeitraum bis zum 31. Dezember 2025. Als Gründe für die Einbusse nannte das Unternehmen schwächere Marktbedingungen, darunter eine nachlassende Nachfrage in den wichtigen Segmenten Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien, sowie höhere Finanzierungskosten.
Der Chief Executive Officer von Lendlease erklärte in einer Stellungnahme, das Unternehmen stehe vor «herausfordernden makroökonomischen Rahmenbedingungen», die sich durch höhere Zinsen und eine gedämpfte Investorenstimmung auszeichneten. Gleichzeitig betonte er, dass das Unternehmen Massnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung ergreife und sein Portfolio für eine mögliche Erholung neu ausrichte.
Analysten wiesen darauf hin, dass der Verlust eine Kehrtwende gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstelle, in dem Lendlease noch einen Gewinn verbucht habe. Dies unterstreiche den Druck, dem der gesamte Immobiliensektor ausgesetzt sei. Die Aktie des Unternehmens fiel im Handel in Sydney um 5,9% auf 10,25 Australische Dollar und setzte damit die Verluste aus der Vorhandelsphase fort.
Die Reaktion der Anleger spiegelte die allgemeinen Bedenken hinsichtlich der Aussichten für den australischen Immobilienmarkt wider, wo steigende Hypothekenzinsen und wirtschaftliche Unsicherheit die Transaktionsvolumina belasten. Lendlease, das in Australien, Asien und Europa tätig ist, hatte bereits früher Verzögerungen bei Projektstarts aufgrund von Finanzierungsengpässen angekündigt.
Die vollständigen Finanzergebnisse für den Berichtszeitraum wird das Unternehmen am 20. Februar 2026 vorlegen, zusammen mit einer detaillierten Ausblickserklärung. Weitere Informationen zu geplanten Kostensenkungsmassnahmen und geplanten Verkäufen von Vermögenswerten dürften im Rahmen der Gewinnkonferenz bekannt gegeben werden.



