Italien hat laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person formell 8 Milliarden Euro (9,3 Milliarden US-Dollar) von der Europäischen Union bei der Verteidigungskasse SAFE (Security Action for Europe) angefordert.
Mit der Anfrage, die über ein Schreiben an die Europäische Kommission eingereicht wurde, erfolgt der erste Schritt zum Zugang zur Einrichtung mit einer Gesamtkapazität von bis zu 150 Milliarden Euro. Rom ist berechtigt, im Rahmen des gemeinsamen Kreditschemas bis zu 14,9 Milliarden Euro zu beziehen, das zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten der EU und zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Erfüllung der NATO-Ausgabenverpflichtungen gedacht ist.
Die Regierung von Premierministerin Giorgia Meloni steht vor internen Divisorien über diese Massnahme, wobei die Liga von Matteo Salvini wiederholt Zweifel äusserte an den erhöhten Verteidigungsausgaben. Die Entscheidung, das SAFE-Instrument zu verwenden, wird trotz Umfrageergebnissen getroffen, die eine begrenzte Unterstützung für höhere Militärausgaben in Italien zeigen.
Die Anfrage kommt auch in einem grösseren fiskalischen Druck, einschliesslich Aufrufen von Oppositionsparteien, um Massnahmen voranzustellen, die den wirtschaftlichen Einfluss steigender Energiekosten in Zusammenhang mit der geopolitischen Spannung zwischen den USA und dem Iran mildern. Die italienische Regierung verfügt über einen beschränkten fiskalischen Spielraum, um solche Sorgen zu adressieren, wobei strategische Verteidigungsinvestitionen vorangetrieben werden.
Das SAFE-Instrument fungiert als von der EU unterstützter gemeinsamer Kreditmechanismus und ermöglicht Mitgliedstaaten, auf gesammelte Mittel für Verteidigungskosten zuzugreifen. Seine Einführung folgt auf die Anstrengungen des Blocks, die kollektive Sicherheit angesichts der sich verändernden globalen Bedrohungen zu stärken und auf die erneute Betonung von Verteidigungsausgaben durch die NATO.












