Die italienische Regierung wird den Verkauf ihres 4,8%igen Anteiles an Monte dei Paschi di Siena erst fortsetzen, wenn der derzeitige Übernahmekampf um den toskanischen Kreditgeber beigelegt ist, sagte Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti am Dienstag.
Diese Ankündigung folgt auf die von Monte dei Paschi letzte Woche bekannt gegebenen zwei gleichzeitigen Angebote in Höhe von rund 34 Milliarden Euro (39,7 Milliarden US-Dollar) für den Konkurrenten Banco BPM und den Vermögensverwalter Banca Generali. Diese defensiven Massnahmen sollen dem feindlichen Übernahmeversuch von Intesa Sanpaolo, der im Juni gestartet wurde und zur Auflösung von Monte dei Paschi als unabhängige Einheit führen würde, entgegenwirken.
Giorgetti machte diese Bemerkungen während einer Sitzung in Rom mit regionalen Politikern aus Siena und der Toskana, die Klarheit über die künftige Richtung der Bank suchten. Die Entscheidung des italienischen Finanzministeriums, den Verkauf von Aktien zurückzuhalten, unterstreicht die Präferenz der Regierung, den Übernahmekonflikt erst zu lösen, bevor mit dem Veräusserungsprozess fortgesetzt wird.
Monte dei Paschi, die drittgrösste Bank Italiens, hat ihre Angebote als strategische Antwort zum Erhalt ihrer Unabhängigkeit und regionalen Präsenz präsentiert. Die geplanten Übernahmen würden ihren Fussabdruck im Bereich der Vermögensverwaltung und der Unternehmensfinanzierung für den mittleren Markt ausbauen, Bereichen, in denen Banco BPM und Banca Generali eine wichtige Stellung innehaben.
Der Konflikt zwischen Monte dei Paschi und Intesa Sanpaolo hat die Kontrollen über den Bankenconsolidierungssektor in Italien verschärft, was Konsequenzen für die regionale Finanzstabilität und den Aktionärwert hat.













