Die neu gegründete iranische Behörde für die Strasse von Hormuz (Persian Gulf Strait Authority, PGSA) warnte am Montag, dass Schiffe, die gegen die Transitregeln im Strass von Hormuz verstossen, mit Bussen, Festnahmen oder Beschlagnahmungen rechnen müssen. Die Warnung wurde über einen Beitrag auf X verbreitet und folgt auf das Ende eines 60-tägigen Waffenstillstandsfensters ohne Einigung zwischen den USA und Iran. Gleichzeitig bereitet Washington die Einführung neuer Sanktionen gegen Teherans Handelspartner vor.
Die PGSA erklärte, dass Frachtinhaber eine aktualisierte Liste nicht konformer Schiffe konsultieren müssen, darunter auch Schiffe, die an Schiff-zu-Schiff-Transfers oder Umladungen mit gelisteten Schiffen beteiligt sind. Schiffe können bei Verstössen auf die Liste gesetzt werden, und eine Streichung erfordert einen formellen Antrag mit unterstützenden Dokumenten, der bei den iranischen Seebehörden eingereicht werden muss.
Die neuen US-Massnahmen, die am Montag in Kraft treten, erweitern bestehende Sanktionen gegen Irans Banken-, Energie-, Luftfahrt- und Kryptowährungssektor. US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die Kampagne in einem am Sonntag im «Financial Times» veröffentlichten Meinungsbeitrag als wirtschaftlichen «D-Day» und warnte, dass jedes Land, das Irans Finanznetzwerke ermöglicht, mit Isolation rechnen müsse. Bessent wird am Montag um 13 Uhr EDT (1700 GMT) eine Pressekonferenz abhalten, um die Massnahmen im Detail vorzustellen.
Die Regierung Trump begründet die Eskalation mit der wirtschaftlichen Schwäche Irans, darunter eine galoppierende Inflation und einen zusammengebrochenen Wechselkurs. Die diplomatischen und militärischen Spannungen zwischen Washington und Teheran haben sich in den vergangenen Wochen zwar etwas entspannt, doch seit Beginn des Konflikts vor sechs Monaten sind keine Waffenstillstandsverhandlungen zustande gekommen.













