Der Schweizer Spezialist für Krankenhausimmobilien Infracore meldete für das erste Halbjahr einen Anstieg des Nettogewinns von 5,5 % auf 22,8 Millionen Franken, angetrieben durch eine Steigerung der Mieteinahmen um 5,3 % auf 35,9 Millionen Franken und eine Zunahme des EBITDA um 3,6 % auf 32,4 Millionen Franken. Das Unternehmen, das seit Juli an der SIX Swiss Exchange notiert ist, erhöhte auch seine Umsatzprognose für 2026 auf 74 Millionen Franken.
Der Aufsichtsrat von Infracore plant, eine Dividende von 2,95 bis 3,05 Franken pro Aktie für das Jahr 2026 anzufordern, was 96 % bis 99 % des erwarteten operativen Cashflows von 47 Millionen Franken entspricht. Chief Executive Eric Frey betonte den starken Markteintritt des Unternehmens, der es auf eine Bewertung von 826 Millionen Franken brachte, und enthüllte die anhaltende Nachfrage von privaten und institutionellen Investoren sowie die Unterstützung durch die grossen Anteilseigner Medical Properties Trust und Aevis Victoria.
Das Unternehmen erklärte, dass seine erweiterte finanzielle Flexibilität es in die Lage versetzen werde, die Transaktionen auf Basis des Sale-and-Leaseback-Modells und die Entwicklungsprojekte zu beschleunigen. Die erste Sale-and-Leaseback-Transaktion von Infracore mit dem See-Spital Horgen, die vor dem Börsengang abgeschlossen wurde, unterstrich die Wirksamkeit des Modells bei öffentlichen Krankenhäusern und ermöglichte es der Einrichtung, ihre verfallenden Verbindlichkeiten neu zu finanzieren sowie ihren Betrieb aufrechterhalten zu können. Dieser Deal wird als Referenzfall für ähnliche Transaktionen im Schweizer Gesundheitswesen angesehen.
Die Transaktion hat eine weitreichendere Bedeutung für die Schweizer Kapitalmärkte, wo Krankenhausverleiher nach dem Zahlungsausfall des GZO Spital Wetzikon verstärkt in den Fokus geraten sind. Infracore betonte, dass das Modell des See-Spitals beweist, wie Sale-and-Leaseback-Strukturen den Anforderungen im Gesundheitswesen entsprechen können und potenzielle Möglichkeiten für weitere Transaktionen eröffnen. Gleichzeitig evaluiert das GZO Spital Wetzikon weiterhin mehrere Angebote, darunter ein Juli-Angebot von Thurmed, einer Krankenhausgruppe, die im Eigentum eines benachbarten Kantons ist, sowie ein Frühjahrsvorstoss von Kawa Capital mit Sitz in den USA und Swiss Medical Network, einem Unternehmen der Aevis Victoria.












