Die Renditen indischer Staatsanleihen stiegen am Dienstag zum zweiten Handelstag in Folge an: Die Rendite der Benchmark-Anleihe mit Fälligkeit 2036 und einem Kupon von 6,94 % legte um 5 Basispunkte auf 6,8269 % zu. Dies markierte den stärksten Tagesanstieg seit über einem Monat, nachdem die Rendite nach der dovishen Zinsentscheidung der Reserve Bank of India (RBI) vom 5. August zunächst auf rund 6,76 % gefallen war.
Die RBI hatte am Freitag angekündigt, eine zinslose Devisenswap-Fazilität für Banken einen Monat vor dem geplanten Termin zu beenden. Das im Juni lancierte Programm diente dazu, Fremdwährungsdepots von Nicht-Indern abzusichern, und zog Einlagen von über 50 Milliarden Dollar an – deutlich mehr als ursprünglich erwartet. Die Währungshüter hatten zuvor Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Fazilität auf die inländische Liquidität geäussert.
Der Preis für Brent-Rohöl näherte sich während der asiatischen Handelszeit der Marke von 92 Dollar je Barrel an. Auslöser war das Auslaufen eines 60-tägigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran am Montag. Keine der beiden Seiten hat bisher Signale für eine Verlängerung des Abkommens gesendet, was die geopolitischen Risikoprämien in den Energiemärkten erhöht.
Auch die Swapsätze für indische Overnight-Indexierungen stiegen: Der Einjahressatz schloss bei 5,83 %, der Zweijahressatz bei 6,0550 % und der Fünfjahressatz bei 6,42 %. Im Wochenverlauf legten die Swapsätze je nach Laufzeit zwischen 10 und 17 Basispunkte zu – ein Zeichen für sich wandelnde Erwartungen an die heimische Zinspolitik angesichts steigender Ölpreise und strafferer Liquiditätsbedingungen.



