Implenia, der Schweizer Bau- und Infrastrukturkonzern, verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Rekordbestellungsumsatz von CHF 8,5 Milliarden, was einem Anstieg um 9,6 % gegenüber CHF 7,75 Milliarden im Vergleichszeitraum entspricht. Der operative Gewinn stieg um 6,0 % auf CHF 60,4 Millionen, und die EBIT-Marge stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 %.
Die Einnahmen beliefen sich auf 1,767 Milliarden Schweizer Franken und gingen um 4,8% zurück, was auf die frühen Erstanlaufphasen bei großen Infrastrukturprojekten zurückzuführen ist. Der konsolidierte Gewinn stieg um 6,8% auf 35,6 Millionen Schweizer Franken, während der freie Cashflow um CHF 51 Millionen auf –CHF 117,7 Millionen verbessert wurde, was auf typische saisonale Phänomene im Baugewerbe zurückzuführen ist.
Die Eigenkapitalquote des Unternehmens verbesserte sich um 2,2 Prozentpunkte auf 23,4% und nähert sich damit dem mittelfristigen Ziel von 25%. Die Nettoverschuldung reduzierte sich um 80 Millionen CHF gegenüber dem Vorjahr, und die liquiden Mittel und Gegenwerte erhöhten sich um 38% auf 376,6 Millionen CHF.
Untergliedert wuchs die Auftragsbestände des Segments Gebäude um 17,1% auf CHF 3,01 Mia. Die Erlöse blieben jedoch weitgehend stabil auf CHF 859 Mio. Im Segment stieg der operative Überschuss um 13,4% auf CHF 23,5 Mio. Der Bereich Bauingenieurwesen meldete einen Zuwachs der Auftragsbestände um 5,7% auf CHF 5,445 Mia. und ein Steigen des EBIT um 18,2% auf CHF 18,8 Mio. Der Bereich Dienstleistungen, der Wincasa und das jüngst erworbene Unternehmen zigmo engineering umfasst, wuchs sein EBIT um 25,6% auf CHF 11,7 Mio.
Implenia erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen operativen Gewinn von rund 150 Millionen Franken vor außergewöhnlichen Wachstumsinvestitionen von 10 bis 20 Millionen Franken. Der Umsatz beträgt ungefähr den gleichen Umfang wie im Jahr 2025. Für 2027 strebt das Unternehmen ein EBIT von über 150 Millionen Franken und einen höheren Umsatz an, zusammen mit einem Eigenkapitalquote von 25 % und einer EBIT-Marge von 4,5 %.
Ceo Jens Vollmar wies auf das diversifizierte Portfolio des Unternehmens hin, das im Zuge von makroökonomischen und geopolitischen Herausforderungen bestand, während Cfo Stefan Baumgärtner darauf verwies, dass die zunehmende Auftragslage eine solide Grundlage für den zukünftigen Wachstum darstellt.











