Die Widerstandsfähigkeit des S&P 500 gegenüber steigenden Zinsen der US-Staatsanleihen hängt möglicherweise von einem wichtigen Niveau bei 5% ab, so das Team der Aktienstrategie von HSBC. Die Analysten der Bank warnen, dass ein anhaltender Anstieg oberhalb dieser Marke für die 10-jährigen Treasuries oder ein Anstieg der Volatilität voraussichtlich für die Aktien riesige Widerstände bedeuten würde.
Der Baseline-Ausblick von HSBC prognostiziert, dass die amerikanische Federal Reserve ihren Leitzins bis 2026 und 2027 unverändert lässt. Eine solche Haltung würde die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft weiter ansteigen. Die Einschätzung der Bank zeigt eine wachsende Kluft in den Finanzbedingungen zwischen Haushalten mit höherem und niedrigerem Einkommen, was die dynamik einer K-formigen Konjunkturerholung verstärkt. Wohlhabendere Investoren profitieren von höheren Aktienkursen, während hohes Einkommen einkommende Kreditnehmer einer höheren Expositur gegenüber kurzfristigen Zinsen ausgesetzt sind, beispielsweise bei Kreditkarten und Autokrediten. Immobilienkredite, der grösste Teil der Verbraucherschulden, sind weiterhin hauptsächlich festzinsbasiert, wodurch die unmittelbare Auswirkung höherer Leitzinsen begrenzt ist, aber weiterhin die Wohnungswirtschaft und damit zurecht angrenzende Einzelhandelssektoren belasten.
Auf den Bilanzen der Unternehmen liegt der Nettoverschuldungsgrad des S&P 500 zum EBITDA bei 1,6-mal, ein Wert, der laut HSBC auch bei den erhöhten Kapitalsichten für Infrastrukturen in künstlicher Intelligenz stabil geblieben ist. Die kurzfristige Verschuldung macht 11,2 % der gesamten Unternehmensverpflichtungen aus, während die Zinsspreads weiterhin nahe dem historischen Minimum liegen, was auf eine geringe kurzfristige Finanzierungsdruckbelastung für Anleiheemittenten mit Investment-Grade-Rating hinweist. In diesem Umfeld bevorzugt HSBC Sektoren wie Finanzdienstleister, Energie und Industrie, die von stabilen oder steigenden Zinssätzen sowie einer robusten konjunkturabhängigen Nachfrage profitieren.












